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Klimakiller Fleisch
Was bringt mehr für den Klimaschutz: Das Auto stehen lassen oder statt dem Steak mal Gemüse essen? Experten raten zum Gemüse, denn: Die "Nutztierzucht" ist einer der größten Produzenten von Treibhausgasen und klimaschädlicher als der gesamte Verkehr. Bangkok, 04.05.2007: Im dritten Teils des Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen wird gefordert, die Weltgemeinschaft dürfe sich nicht mehr nur auf klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) konzentrieren. Stattdessen müsse eine "Multi-Gas-Strategie" auch die Zunahme von Methan, Lachgas und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre eindämmen. Damit seien nicht mehr nur Autos und Kraftwerke im Fadenkreuz der Klimaforscher, Diplomaten und Politiker, heißt es. Dieser Teil des Weltklimaberichtes wird heute in Bangkok vorgestellt.
Pete Hodgson, neuseeländischer Gesundheitsminister, äußert sich bereits 2004 zur gefährlichen Methanemission der tierhaltenden Landwirtschaft gegenüber dem World Watch Institut in Washington: „Eine Tonne Methan, das wichtigste Treibhausgas in der Landwirtschaft, hat denselben Effekt auf die globale Klimaerwärmung wie 23 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Eine Milchkuh produziert jährlich 75 kg Methan, was über 1.5 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Natürlich verhält sich die Kuh dabei ganz natürlich. Aber es scheint so, dass die Menschen dabei vergessen, dass die Landwirtschaft ein Industriezweig ist. Wir ebnen das Land, säen Weideland, züchten Nutztiere und so weiter. Es ist ein von Menschen gemachtes Geschäft, nicht etwas Natürliches. Darin sind wir sehr gut, deshalb stieg die Methangasemmission um 150 Prozent in den vergangenen 250 Jahren, während die Kohlendioxidkonzentration nur um 30 Prozent angestiegen ist.“
Die EU-Kommission publiziert zum Klimawandel folgenden Tipp: „Essen Sie Gemüse! Die Fleischproduktion ist sowohl CO2-, als auch methanintensiv und erfordert große Mengen Wasser.“ Methanemissionen sind der Forschungsschwerpunkt von Mikrobiologe Dr. Ralf Conrad, geschäftsführender Direktor des Marburger Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie. Sein Forschungsergebnis: Der Klimawandel könnte gebremst werden, wenn die Menschheit sich anders ernähren würde. "Kurz gesagt könnte die Parole lauten: Keine Rinder mehr essen, auf Milchprodukte verzichten". Autoren eines Artikels im Fachmagazin „The Lancet“ erklärten im Sept. 2007, dass der Verzehr bestimmter Tiere für fast ein Viertel aller Emissionen weltweit verantwortlich ist. Weniger Nachfrage nach Fleisch sei "die einzige wirkliche Alternative", erklärte einer der Autoren, John Powles von der Cambridge University (Der Standard, 14. September 2007).
„Ich versuche, bescheiden zu leben und Abfall zu vermeiden. Zudem bin ich zum Vegetarier geworden. Dr. Rajendra K. Pachauri, Nobelpreisträger und Vorsitzende des Uno-Weltklimarats (Migros-Magazin Nr. 38, 17.09.07)
Warten Sie nicht auf eine politische Lösung - sie wird nicht kommen. Werden Sie selbst aktiv und meiden Sie tierische Produkte (Tipps zum Umstieg unter www.vheft.de). Verbreiten Sie diese Informationen an Bekannte und Verwandte; Informationsmaterial stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. (Jürgen Foß, 4. Mai 2007)
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