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| Veggie World 2012 |
Bericht zur Veggie World 2012
Das schon 37 Jahre bestehende Biounternehmen war von Anfang an hundertprozentig vegetarisch. Mittlerweile sind ca. 80 % des Sortimentes vegan. Das ohnehin schon sozial engagierte Unternehmen hat zuletzt eine Veggie-Initiative gestartet, deren Hauptbaustein das Lifestyle- und Ratgeber-Portal Jedes-Essen-zählt.de darstellt. Am aufwändigen Rapunzel-Messestand sprachen wir mit Heike Kirsten von der Marketing-Abteilung über das ambitionierte Projekt der Biopioniere aus Legau. Wie regelt ihr die Kennzeichnung der veganen Produkte aus eurem Sortiment? Heike: Viele Produkte von uns wie Trockenfrüchte, Nussmuse oder Pflanzenöle sind von sich schon für jeden ersichtlich rein pflanzlich. Fertige Produkte wie Pesto Verde oder dem Schokonuss-Aufstrich Samba Dark kennzeichnen wir mit einem Vegan-Schriftzug. Das V-Label der Vegan Society nutzen wir nicht, weil dies mit Kosten verbunden wäre, die den Preis des Endprodukts nur unnötig verteuern würden. Zudem wird eine Kennzeichnung angesichts der vielen Labels im Bio- und Fairtrade-Bereich schnell unübersichtlich (Anm. d. Red.: Der vebu hat beispielsweise eine eigenes vegetarisches Label). Seit neuestem betreibt Rapunzel ein eigenes Veggie-Portal im Internet und legt vegane Rezepte in Bioläden aus. Was steckt dahinter? Heike: Wie man hier auf der Messe sieht, sind vegetarische und vegane Lifestyles ein Trend, von dem Klima, Umwelt und Tiere profitieren. Unser Webportal Jedes-Essen-zählt.de soll interessierten Menschen den Einstieg ins Veggie-Dasein erleichtern: Mit Video-Kochshows, Rezepten, Expertenrat, Städteguides und einer Community gibt es bei uns einige Hilfestellungen und Inspirationen. Wir möchten den Leuten Mut machen, auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umzustellen. Ihr sprecht die Leser primär auf der vegetarischen Schiene an. Ist vegan noch nicht akzeptiert genug? Wie ist das Feedback auf eure Initiative? Heike: Das von unseren 450 Produkten sogar 80 % vegan sind, spricht für sich und wir sehen eine Entwicklung, dass der Begriff “vegan“ immer akzeptierter wird. Vor allem junge Leute sind da sehr offen und beschäftigen sich mit diesen Themen. Auf unserer Webseite sind seit Dezember alle Menüs vegan, es gibt jedoch auch weiterhin vegetarische Rezepte. Das Feedback auf unser neues Portal ist durchweg positiv und uns haben die hohen Zugriffszahlen von Beginn an überrascht. Danke für das Interview und viel Erfolg mit dem Veggie-Portal! Links: www.jedes-essen-zaehlt.de // www.rapunzel.de
Mit seinem Onlineversand alles-vegetarisch.de und den Eigenmarken Vegan Bakery, Vantastic Foods, Vegetalis und Avenging Animals ist Tobias Marktführer in Deutschland, wenn es um vegane Produkte geht. Vom Veggie Street Day kennt man auch seinen Fast-Food-Wagen. Angefangen hat der geschickte Geschäftsmann als veganer Großhändler und auch weiterhin spielt dieser Bereich eine wichtige Rolle für sein Unternehmen. In den letzten drei Jahren ist der Wachstum von ave stark angestiegen und somit war ein Messeauftritt auf der Veggie-World ein logischer Schritt. Wir haben mit Tobias und seiner Mitarbeiterin Corina gesprochen. Seit wann betreibst du den bekannten Online-Shop alles-vegetarisch.de und wie kam es zu dem für einen rein veganen Versand doch recht ungewöhnlichen Namen? Tobias: Seit 2008 beliefern wir über unseren Onlineversand auch Endkunden, vorher waren vor allem andere Shops, Versender und die Gastronomie für uns als Großhändler unsere Kundschaft. Den Namen haben wir so nicht strategisch geplant, das hatte sich einfach so ergeben. Der bisherige Betreiber von alles-vegetarisch.de ist pleite gegangen und so haben wir den seit 2001 etablierten Shop aufgekauft und auf Kurs gebracht. Es wäre zu dem Zeitpunkt wenig sinnvoll gewesen einen komplett neuen Namen auszuwählen. Wie gehen die Kunden denn mit dem “Vegetarisch-Label“ im Namen des Shops um? Ist zum momentanen Zeitpunkt ein “vegetarisch“ im Namen geschäftstauglicher als ein “vegan“? Tobias: Aktuell ist der Name noch vorteilhaft. Der Begriff “vegan“ wird zwar immer akzeptierter, hat jedoch für einige Menschen noch einen bitteren Beigeschmack. Zudem verdeutlicht ja unser Slogan „Der Nr. 1 Shop für rein pflanzliche Spezialitäten“ unseren Fokus auf vegane Produkte. Corina: Momentan sind nach unserer groben Einschätzung auch nur 40 % unserer Kunden im Webshop Veganer. Wir liefern übrigens nicht nur im deutschsprachigen Raum – obwohl unsere Webseite nicht in englisch abrufbar ist, haben wir weltweit treue Kunden, unter anderem in Australien, Kanada oder auch den Benelux-Staaten. Ist in der Veggie-Branche ein hart umkämpftes Business? Wie steht ihr zu euren Mitbewerbern – sorgt man sich da manchmal, dass sie einem die Kundschaft weglocken? Tobias: Nein, das ist eher ein großes Miteinander. In unseren Augen ist jeder vegane Artikel der verkauft wird wichtig und gut – unabhängig davon wo er bestellt oder verkauft wird! Was sind Eure Planungen für 2012? Tobias: Wir haben unser Lager gerade ausgebaut und vergrößern unser Vollsortiment weiterhin stetig. Wir bieten auch vermehrt Non-Food-Produkte an wie beispielsweise Reinigungsmittel. Aktuell haben wir 1700 Produkte im Programm, im Laufe des Jahres werden es 2000 sein. Danke für das Interview und viel Erfolg weiterhin! Links: www.alles-vegetarisch.de // www.avenging-animals.com
Basti: Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Insgesamt hatte ich mir die Messe deutlich größer vorgestellt. Zudem finde ich es schade, dass es mehr eine reine “Speisemesse“ ist und zu wenig Aussteller mit tierrechtlichen Aspekten mit dabei sind. Aber wir schauen uns ja noch ein paar der interessanten Vorträge an, vielleicht gefallen die uns besser! Marc: Mir geht es ähnlich, ich finde die Messe auch sehr klein. Mir würde es auch besser passen, wenn mehr Politik und weniger Essen hier ein Thema wäre!
Einigen Lesern wird der Filmemacher Kilian Dreißig ein Begriff sein – für den bekannten Lebenshof “Hof Butenland“ hat er 2011 eine sehenswerte DVD produziert und zuletzt das interessante Webportal “Vegpool.de“ gestartet. Für den Neu-Berliner ist es eine erstrebenswerte Kombination ein privates Interesse zum Beruf zu machen: „Es ist super, wenn man das Gefühl hat das Richtige zu machen“. Als freier Videojournalist war er auf der Veggie World für den offiziellen Messefilm verantwortlich. Seit 10 bis 11 Jahren ist der Hobby-Koch ethisch motivierter Veganer und bereitet am liebsten leckere Gerichte aus frischen Zutaten zu. Doch gerade weil Kilian früher gerne Fleisch gegessen hat, sind Ersatzprodukte für ihn eine tolle Sache. Sein Favorit sind dabei die “Rinderfilets“ von Vantastic Foods. Link: www.vegpool.de
Unweit von Köln betreibt die sympathische Rohköstlerin einen rein veganen Versand für rohe Zutaten (Pure Raw) und fertige Rohkostprodukte (Pure Love). Dabei setzt das Unternehmen auf eine eigene Herstellung, vertreibt jedoch auch Produkte anderer Hersteller, sofern die Qualität überzeugend ist. Erhältlich ist das Sortiment über den Webshop www.pureraw.de, aber auch beispielsweise im Veganz-Supermarkt. Selbstabholungen sind ebenfalls möglich. Beim Veggie Street Day wird Kirstin einen Vortrag zur Rohkost halten. Wie bist du zur Veganerin geworden? Kirstin: Wie bei den meisten Veggies war mein Umstieg auf die vegane Lebensweise ethisch motiviert. Doch mittlerweile denke ich, dass auch viele Menschen durch das Thema gesunde Ernährung einen Einstieg in vegetarische und vegane Ernährungsformen finden. Wir von Pure Raw bekommen jedenfalls sowohl auf Gesundheitsmessen, als auch auf Veggie-Events enorm viel positives Feedback. Was gefällt dir an der Rohkost-Ernährung? Kirstin: Ich war sicherlich die letzte, bei der man sich vorstellen konnte, dass ich einmal zur Rohköstlerin werde. Heute möchte ich zeigen, dass Rohkost vielfältigen Genuss bedeuten kann und kein Verzicht, wie viele es denken. Wir stellen leckere Produkte her, die jedoch noch alle wichtigen Nährstoffe erhalten haben. Passende Rezepte gibt es auf unserer Webseite, da viele Kunden alleine mit den Zutaten nicht so viel anfangen können. Zudem thematisieren wir in unserem Newsletter stets wichtige Aspekte zur gesunden Ernährung. Link: www.pureraw.de
Auf Veggie-Events und im Fernsehen wurde schon häufig über vegane Kraftsportler berichtet, die auch ohne tierische Produkte ordentlich Eisen stemmen und nicht gerade mager aussehen. Doch auch im Ausdauersport gibt es immer mehr vegan lebende Athleten. Der Bekannteste ist wohl Arnold Wiegand, da er mit seinem ersten Buch „Vegan und Sport“ in der Szene sehr präsent ist. Mittlerweile ist er Roh-Veganer und hat sein Buch dementsprechend geändert. Der Sportlehrer war auf der Veggie World mit seinem Rennrad auf der Trainingsrolle über 200 km unterwegs, um auf die grausamen Tiertransporte aufmerksam zu machen. Wie lange sitzt du denn heute so hier mit deinem Rad auf der Trainingsrolle? Wie kam es überhaupt zu der Aktion? Arnold: Ich bin um zehn vor Acht morgens in den Sattel gestiegen und werde so lange weiterfahren, bis mir die stickige und warme Luft hier meine Grenzen aufzeigt (Anm. d. Red..: vor Arnold wurden zwei Ventilatoren aufgestellt). Die Aktion hat Michael Griesmeier initiiert, dank dem VEBU habe ich die Möglichkeit bekommen, mich hier auf diese Art zu engagieren. Wie lange bist du bei deinen sportlichen Aktivitäten unterwegs? Willst du dich damit als Roh-Veganer beweisen oder warum machst du das? Arnold: Ich bin bei meinen dreifachen Iron-Man-Rennen alleine mit dem Rad zirka 18 bis 19 Stunden unterwegs, Schwimmen und Laufen kommen dann noch dazu! Triathlonwettkämpfe über die 3-fache Ironmandistanz fordert 11,4 km Schwimmen, 540 km Radfahren und 126 km Laufen. Ich habe das schon in 41:18 Stunden geschafft und Platz 5 belegt. Einen 5-fach Ironman habe ich in 61:40 Stunden absolviert. Ich mache den Sport nur für mich selber und würde das auch ohne Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit machen. Wie kam es denn dazu, dass du zum Veganer wurdest? Und isst du vor Wettkämpfen groß anders als im Training, Stichwort Kohlenhydrat-Loading? Arnold: Da kamen bei mir mehrere Dinge zusammen: Körper/Gesundheit, Umwelt und die Tiere. 2003 wurde ich vegan, 2006 habe ich dann auf roh-vegan umgestellt. Kohlenhydrate sind sicherlich notwendig, aber es gibt in meiner Ernährung keine Unterschiede zwischen Trainings- und Wettkampfsphasen. Wie sind die Reaktionen der anderen Triathleten auf dein Dasein als Roh-Veganer? Arnold: Aufgrund meiner Leistungen und Platzierungen staunen die Kollegen über meine Ernährung. Ich denke auch, dass ich mit der Zeit auch viele andere Sportler inspirieren konnte! Danke für das Interview und viel Erfolg weiterhin! Links: http://www.vegan-sport.de // https://www.facebook.com/VeganSport
Die sympathische Tierfreundin aus dem tiefen Bayern hat sich mit ihren veganen Koch- und Backbüchern einen Namen gemacht und war bis vor Kurzem im Gnadenhof Rhön tätig. Auf der Veggie World stellte die zweifache Mutter ihr neues Kinderbuch „Die geschenkte Freiheit“ vor. Wie war die Resonanz auf deine ersten beiden Vegan-Bücher? Was war die Motivation für die beiden Bücher? Katja: Das Feedback war genial, ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen. Mein Ziel war es den Veganismus zu verbreiten und mit meinen Do-It-Yourself-Rezepten vor allem Vegetarier/innen den Umstieg auf eine vegane Ernährung zu erleichtern. Und ein Anteil der Gewinne des Backbuches gehen direkt an den Antitierbenutzungshof. Bei meinem neuen Kinderbuch entscheide ich jeden Monat an welches Tierrechtsprojekt dieser Anteil geht. Weitere Projekt von mir sind auch weiterhin zu erwarten! Stichwort Kinderbuch – erzähl uns doch mal mehr zu deinem neuen Werk. Katja: Es hat den Titel "Die geschenkte Freiheit" und ist für Kinder ab 3 – 4 Jahre geeignet. Ich selber habe zwei Kinder (7Jahre und 2 Jahre alt). Mir war es wichtig, Tierrechtsaspekte kindgerecht zu behandeln und die entsprechenden Aktivitäten zu entkriminalisieren. In keinen anderen Kinderbüchern wird die Nutztierhaltung kritisch hinterfragt. Das Buch enthält keine schlimmen oder brutalen Sachen. Den Text habe ich geschrieben für die Illustration war Schlunz zuständig, den ich über Facebook kennengelernt hatte. Wir haben für das Projekt zirka zwei bis drei Monate gebraucht. Erhältlich war es zunächst über Fair-antispe-fashion.de – mittlerweile aber auch über alle anderen gängigen Vegan-Versender und Shops. (Anm. der Red.: „...das Buch erzählt die rührende Geschichte von Kuh Lotti, die sich mit einigen Freunden von ihrem Leben auf dem Bauernhof verabschiedet um sich auf die Suche nach dem zu begeben, wonach sich so viele Tiere sehnen: Respekt und ein Leben in Freiheit. Kindgerechte Illustrationen von Schlunz unterstreichen Katja Kaminskis Geschichte und machen dieses Buch zu einem must-have für große & kleine Kinder.“) Wie kam es zu deinem Werdegang als Tierrechtsaktivistin? Seit wann lebst du vegan? Katja: Auf meinen ersten Tierrechts-Demos und Blockaden war ich vor zirka 15 Jahren. Mit 18 übernahm ich den Pressearbeit-Job für eine bayerische Tierschutzorganisation. Nach 8 ½ Jahren als Vegetarierin habe ich vor zwei Jahren auf vegan umgestellt. In Sachen Präsenz auf Demos etc. werde ich in Zukunft etwas kürzer treten, da ich als zweifache Mutter mich primär um meine Kinder kümmere und nach Österreich ziehe. Du kommst aus der Provinz. Welchen Tipp kannst du jungen Veganer/innen vom Land geben, die es ja sicher schwerer haben als Großstadt-Veggies? Katja: Mein Tipp: Bleibt auf dem Land! Da muss man sich halt durchbeißen, aber es lohnt sich! Es ist gerade wichtig, dass nicht alle Veganer in die Städte flüchten. Eine derartige Landflucht der Veganer ist in meinen Augen nicht sehr sinnvoll.
Gabriele Weiss von der 42° roh-kostbar, Rohkost-Gourmet und Ernährungsberaterin: Haute cuisine crue, Gourmet-Rohkost oder auch Rohkost-Kulinarik – um diese Themenschwerpunkte dreht sich die Welt von Gabriele Weiss und ihrem kleinen Unternehmen "42° roh-kostbar". In der Nordeifel bei Mechernich gibt die sympathische Rohkost-Expertin Tages-, Wochen- und Wochenendseminare für an der Rohkost-interessierte Menschen. Als Trend erfreut sich die Rohkost-Szene und -branche an immer mehr Zulauf, wobei ein Großteil davon vegan lebt. Dazu gibt es auch Kräuterwanderung und den Onlineshop von 42° roh-kostbar. Dort kann man sich auch Eigenprodukte wie Gabrielles Rohkostbrot ordern. Nach ihrem gesundheitsbedingten Umstieg auf die Rohkost hat ihr etwas ähnliches wie Brot“ gefehlt, was ihr kreatives Tun in der Rohkostküche einen Schub gab. So wagt sie sich an veganen Rohkostkäse aus fermentierten Nussmus oder experimentiert mit Algen, die Rohkostkuchen stabilisieren statt Kokosöl. Auf der Veggie World konnte man am Stand der 42° roh-kostbar selbst probieren, wie herzhafte, süße oder auch leichte Rohkost-Gerichte schmecken. Link: www.roh-kostbar.de
cook it yourself – Ernährungsplattform von Daniel Mager: Auf www.cook-it-yourself.com gibt es für Veganer einige interessante Funktionen und Infos, weshalb sich der Gründer dieses innovativen Portals mit seinem Projekt auf Veggie-Messen präsentiert. Die Webseite wird als „Koch- und Rezepteseite, die auf Ihre individuellen Ernährungsgewohnheiten eingeht (..)“ beschrieben. Durch die Selektionen von Faktoren wie „vegan“ und „glutenfrei“ kann man in Sekundenbruchteilen aussortieren, welche Rezepte zu einem persönlich passen. Dazu gibt es detaillierte Nährstoff-Angaben, was auch sehr hilfreich bei der Kostwahl sein kann. Auch Produktanfragen werden durch dieses neue Portal überflüssig, weil auch Fertigprodukte wie z.B. bestimmte Gemüsebrühen als vegan gekennzeichnet sind. Link: www.cook-it-yourself.com
Wer schon immer mal einen richtigen vegan Cowboy sehen wollte, war am Stand der österreichischen Spezialisten für Vleisch-, Vurst- und Vegkäse genau richtig. Alf Waibel bewarb sein Wild-West-Sortiment im lässigen John-Wayne-Outfit. Den Macher der bekannten Marke Vegourmet haben wir natürlich auch kurz interviewt! Stell den Lesern doch mal bitte kurz dein veganes Unternehmen vor. Alf: Wir bieten ein großes Sortiment an rein veganen Produkten an – alles ist zu 100 % pflanzlich! Wir beliefern seit über 10 Jahren Endkunden und Großabnehmer in ganz Europa und lassen für unsere Eigenmarke Vegourmet sehr leckere Räucherprodukte und pflanzliche Käsesorten produzieren. Da wir uns in unserem Familienunternehmen selber als Gourmets sehen, sind unsere Ansprüche an Qualität und Geschmack dementsprechend hoch. Unser Wurstproduzent hat 25 als Fleischer gearbeitet und macht jetzt nur noch vegane Produkte. Sein Erfahrungsschatz ist dabei sehr hilfreich. Was sind eure aktuellen Projekte und was kann 2012 von euch noch erwarten? Alf: Bisher hatten wir ja nur Hartkäse im Programm, doch ab Mitte März gibt es unseren Frischkäse bzw. Weichkäse. Hier auf der Messe kann man ihn ja schon probieren! Ansonsten arbeiten wir an einem „Obstgarten“ Fruchtquark in vegan, wir sind damit schon weit fortgeschritten. Wie sind Feedback und Nachfrage auf eure Produktpalette? Alf: Sehr gut, wir verzeichnen einen starken Zuwachs und kommen mit den Aufträgen komm noch nach. Den Käse mögen sogar die meisten Omnis, wobei sie den Geschmack loben und nur die Konsistenz als „eigen“ bezeichnen. Ihr lebt auf dem Land. Wie ist das Feedback der anderen Landwirte / Käseproduzenten auf eure Lebensweise und eure Produkte? Alf: Wir haben richtig gute Käse-Sennereien in unserer Gegend. Auch für uns als ethische Veganer, war es am Anfang schwer vom Käse-Essen auf die pflanzliche Ernährung umzustellen. Doch Genuss ist auch eine Gewohnheitssache. Schnell waren unsere Produkte beliebt und wir ziehen auch unsere beiden Kinder vegan. Sie sind top-fit und haben ein ruhiges Wesen. Unsere benachbarten Landwirte sind bezüglich unserer Produkte neugierig und bewerten sie positiv. Danke und viel Erfolg 2012! Link: www.veganversand.at
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