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Häufig gestellte Fragen zur vegetarischen FütterungOftmals erreichen uns Anfragen bezüglich der vegetarischen Fütterung. An dieser Stelle möchten wir auf häufig gestellte Fragen eingehen:
ANTWORT: Bei einem Hund handelt es sich um die domestizierte Form des Wolfes. Hunde werden bereits sehr lange (schon fast immer) nicht wie der Wolf ernährt. ANTWORT: Ja, aber ‚Natur' ist nicht immer gleich zu setzen mit ‚gut'. Alle Hundefertigfutter widersprechen der Natur (siehe 1). Es ist auch nicht natürlich einen gebrochenen Arm in Gips zu legen, oder mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen. Trotzdem ist es gut. 3. FRAGE: Der Hund ist ein Fleischfresser und entsprechend ist auch sein Verdauungsapparat ausgestattet. Wie kommt der Hund zu seinen Nährstoffen, wo doch der Darm des Hundes viel kürzer ist als der des Menschen? Und wie werden die notwendigen Proteine verwertet? ANTWORT: Hierzu gibt es unter anderem eine umfassende Dissertation des tierernährungsphysiologischen Institut der UNI München aus dem Jahre 1999. Hierin wird erläutert, dass die Gesamtverdaulichkeit der pflanzlichen Proteine sehr wohl ausreichend sind. Die Schlussfolgerung dieser Arbeit lautet, dass eine vegetarische Ernährung von Hunden gut toleriert wird. Ebenfalls bei Katzen sei eine veget. Ernährung akzeptabel, wenn man auf die Besonderheiten des Nährstoffbedarfs der Katze achtet und eine sorgfältige Bilanzierung vornimmt. Die Arbeit stellt auch ausdrücklich fest, dass man gerade bei hausgemachten Rationen auch Fehler machen kann. Dies ist aber unabhängig von der Frage, ob mit oder ohne Fleisch. Jemand, der sich dies zu eigen macht um darauf zu schließen, vegetarische Fütterung würde Mangelerscheinungen hervorrufen, diskutiert unsachlich, oder hat die Arbeit nicht gelesen. In persönlichen Gesprächen mit der Autorin Dr. Radka Engelhard hat sie uns immer wieder bestätigt: Eine abwechslungsreiche und vernünftige vegetarische Ernährung versorgt Ihr Tier mit allem, was es benötigt. Die vielen vegetarischen Futtersorten für den Hund machen Ihnen das Leben dabei leichter und bieten ausreichend Abwechslung. Anderslautende Studien konnte uns niemand vorlegen. ANTWORT: Der Mensch hat ebenfalls nicht die Möglichkeit alle Aminosäuren selbst herzustellen. Diese Aminosäuren bezeichnet man daher als essentiell. Diese essentiellen Aminosäuren müssen der Mensch, der Hund und die Katze durch ihre Nahrung aufnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. Wichtig ist nur, dass sie aufgenommen werden. Durch die uns bekannten rein pflanzlichen Futtermittel werden die Tiere mit allen essentiellen Aminosäuren ausreichend versorgt. ANTWORT: Vegetarisches Hundefutter besteht keinesfalls aus rohem Gemüse. Die Getreide und Gemüseanteile sind in der Regel vorgekocht. Das Phänomen, dass schlecht gekaute Gemüsestücke im "Originalzustand" wieder herauskommen, ist auch beim Menschen zu beobachten. Unverdaute Bestandteile können zudem als Ballaststoffe dienlich sein. ANTWORT: Diese Behauptung ist falsch. Die bei uns vegetarisch ernährten Tiere befinden sich in ausgezeichnetem Gesundheitszustand. Es erreichten uns viele Zuschriften von Tierhaltern, deren Tiere auch in hohem Alter nach vielen Jahren rein vegetarischer Ernährung topfit sind. Uns selbst sind ebenfalls viele Tiere bekannt, welche schon immer vegetarisch ernährt wurden. Es ist auch nicht neu: In den USA ist eine vegetarische Fütterung seit den 80er Jahren weit verbreitet. ANTWORT: Wir sind Tierschützer und stehen vor zwei für unsere Tiere gleichwertigen Alternativen: Eine mit und eine ohne Tiertötung und Tierelend. Warum sollten wir andere Tiere töten lassen, wo es für eine gesunde und wohlschmeckende Ernährung unserer Schützlinge nicht notwendig ist? ANTWORT: Wie kann man die Tötung von Tieren in Auftrag geben und gleichzeitig behaupten, die die es nicht machen seien Tierquäler? Was ist daran Tierquälerei wenn man ein wohlschmeckendes gesundes Futter ohne Fleisch verwendet? ANTWORT: Ja, ließe man sie selbst wählen, aber kein verantwortungsvoller Tierhalter lässt dies zu. Wie unter Punkt 1 bereits erläutert, nehmen wir den Haustieren diese Möglichkeit bereits seit Jahrhunderten, da ansonsten ein Zusammenleben nicht möglich wäre. Bei freier Wahl würden sie übrigens sicherlich auch nicht auf Fischmehl aus der Dose zurückgreifen. ANTWORT: Die von uns verwendeten Futtermittel sind rein pflanzlich, kommen also auch ohne Milchprodukte aus, so dass wir auch diesbezüglich nicht auf die Ausbeutung anderer Tiere angewiesen sind. ANTWORT: Wildlebende Raubtiere, und dazu kann man auch die nächtlichen Streifzüge der Hauskatze zählen, reißen andere Tiere um sie zu fressen. Es ist überaus wichtig für das ökologische Gleichgewicht, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jäger und Beute besteht. Der Mensch mit seinem übermäßigem Fleischkonsum greift allerdings in dieses Gleichgewicht ein. Es ist ein großer Unterschied, ob wir wildlebenden Tieren die Möglichkeit lassen zu jagen oder wir selbst für unnatürlich hohen Konsum sorgen. Wir, die Menschen, sollten den Anspruch erheben, uns von wildlebenden Raubtieren zu unterscheiden. Dem Raubtier bleibt keine Alternative. ANTWORT: Die vegetarische Kost wird bei uns mit Wolllust gefressen, es schmeckt den Hunden hervorragend. Der zweite Satz ist am besten mit einer Gegenfrage zu beantworten: Haben Sie einmal neben dem fleischhaltigen Fertigfutter ein Steak gelegt? Was wird der Hund wohl fressen? Wenn wir nach dem höchstmöglichen Genuss suchen würden, dürften wir auch kein fleischhaltiges Fertigfutter verwenden. Stellen sie einen Hund, der an das vegetarische Futter gewöhnt ist, vor die Alternative zwischen fleischhaltigem und fleischlosem Fertigfutter, wird er sicherlich nicht unbedingt das fleischhaltige wählen. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. |




