Die Tierfreunde decken auf

Hundehandel Sabine Jung, Teil 4, Dezember 2008

Skrupelloser Hundehandel - Der Fall Luna


Luna, erworben bei Hundehandel Sabine Jung, Siegen Kreuztal (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße, 57223)

Familie B. auf der Suche nach einem vierbeinigen Familienmitglied: ein Golden Retriever sollte es sein. Da man keinen passenden Tierschutzhund fand, entschied Familie B., einen Welpen bei einem „seriösen Züchter“ zu kaufen. Im Internet wurde die Familie fündig: nach einem ersten Reinfall, wo sich beim Anruf des „Hundezüchters“ herausstellte, dass es sich um einen Polen handelte, der Import-Welpen „frei Haus“ liefern wollte, 400 Euro, keine Fragen, fand Familie B. die Anzeige der „Welpen aus liebevoller Hausaufzucht, mit Kindern aufgewachsen“, die Fotos der Welpen im schönen, ordentlichen Wohnzimmer überzeugten. Genau das hatten sie gesucht – keinen Massenware-Welpen aus Osteuropa, wie sie auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus gehandelt werden, keinen verstörten, kranken Hund aus irgendeinem ukrainischen Schweinestall mit zweifelhaften Impfpapieren, sondern einfach einen Welpen von einem netten, seriösen Züchter, liebevoll in der Familie aufgezogen.

Eingang zum Hundehandel, Hundezsucht Sabine Jung in Siegen Kreuztal   (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße, 57223)  

Im schönen Anwesen der Hundezüchterfamilie Jung im Siegerland wurde Familie B. herzlich empfangen. Eine Stunde später gehörte die kleine „Luna“, 9 Wochen alt, nach Entrichtung des Kaufpreises von 650€ zur Familie B., die restlos überzeugt war, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie hatten auf alles geachtet, was man ihnen vor dem Welpenkauf geraten hatte, die „Eltern“ ihrer kleinen Luna besichtigt, einen Impfpass bekommen. Nur gekennzeichnet war Luna noch nicht, aber das konnte schließlich auch der Tierarzt bei der Nachimpfung erledigen und ihr einen Microchip implantieren.

Familie B. war glücklich – aber nicht lange. Luna war krank, sehr krank. Die anfängliche kleine Erkältung entwickelte sich zur Lungenentzündung, es folgte Tierarztbesuch nach Tierarztbesuch. Lunas Gesundheitszustand wurde immer schlechter - weitere Untersuchungen ergaben einen  positiven Staupe-Befund.  Diese lebensbedrohliche Viruserkrankung galt lange in Deutschland als besiegt, ist aber seit einigen Jahren wieder auf dem Vormarsch: eingeschleppt mit kranken Importhunden aus Ost- und Südeuropa. Während man in der Tierklinik um Lunas Leben kämpfte, fand sich auf einem Röntgenbild der oberen Atemwege etwas, was für Verwirrung bei der bis dahin gutgläubigen Familie B. sorgte: ein unbekannter Microchip. Wie kam der Microchip in ihren Hund, wenn weder Sie noch die Züchterfamilie diesen hatten implantieren lassen? Familie B. fing an, im Internet zu recherchieren – und fand die Berichte von die Tierfreunde e.V. über einen skrupellosen Hundehändler Namens „Herr Alt“, der schon seit Jahren im Visier der Tierschützer steht. „Herr Alt“ stellt sich seiner Kundschaft grundsätzlich als „Herr Jung“ vor – seine Gattin heißt tatsächlich Sabine Jung, er jedoch tatsächlich Karl Michael von Fugler. Familie B. wandte sich Hilfe suchend an uns – und die Ermittlungen gegen den uns seit über 15 Jahren bekannten Hundehändler begannen erneut.

Karl Michael von Fugler, geboren 1951 in Siegen, wohnhaft in 57223 Kreuztal, Setzer Str. 31 (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Siegen, Setzer Straße, PLZ 57223), steht seit Jahren im Verdacht, Rassehunde verschiedenster Moderassen illegal aus Massezuchten aus Osteuropa zu importieren und in Deutschland als Hunde aus eigener „liebevoller Familien“- Zucht auszugeben und zu verkaufen. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Rassen wie Golden Retriever, Labrador, Beagle und West Highland Terrier; die West Highland Terrier, mittlerweile aus der Mode gekommen, werden heute durch Mops-, Puggle-, Goldendoodle- und Labradoodlewelpen ersetzt und das reichhaltige Hundeangebot noch durch Shih-Tzu, Cavalier King Charles Spaniel, Cockerpoos, Rottweiler, Französische Bulldoggen, Portugiesische Wasserhunde, Zwergpudel, Supermini Maltipoo Teacupwelpen, Cockerspaniel, Havaneser, Bologneser, Bologna-Welpen, Bordeaux-Doggen- und Englisch Bulldog-Welpen ergänzt.  Hinweise auf illegalen Welpenhandel gab es viele: Berichte über das Fehlen von passenden Zuchthündinnen und das Vorliegen von typischen Infektionskrankheiten wie Staupe und Parvovirose. Krankheiten, die in Deutschland durch systematisches Impfen als ausgerottet galten. Oft litten die verkauften Hunde auch an Gelenkserkrankungen wie ED (Ellenbogendysplasie) und HD (Hüftgelenksdysplasie) und anderen schwerwiegenden – teilweise tödlichen – genetischen Defekten. Hunde verstarben mitunter schon als Welpen oder Junghunde bzw. mussten aufgrund schwerer Erkrankung eingeschläfert werden. Darüber hinaus leiden die verkauften Hunde oftmals an Erkältungs-, Haut- und Durchfallerkrankungen oder weisen zum Teil Verhaltensstörungen auf, die man bei einem „liebevoll in der Familie in Haus und Garten“ aufgezogenen Welpen ausschließen würde. Unabhängig, wo die Hunde herkommen: liebevoll in der Familie lebt das Gros der Hunde bei „Familie Jung“ nicht: Auf dem für Kunden uneinsehbaren Gelände reiht sich Zwinger an Zwinger, aus dem Keller dringt oftmals das Gebell sehr vieler Hunde, was von „Familie Jung“ in der Regel damit begründet wird, man würde eine Hundepension betreiben. Wahr ist, dass man auch die verkauften Hunde in Pension nimmt, es sich bei der bellenden Menge allerdings hauptsächlich um Verkaufshunde, „Ladenhüter“ und zurückgegebene, zum Teil kranke Hunde handelt. Nachfragen beim Gewerbeamt ergaben, dass für eine Hundepension zumindest bis August 2008 keine Genehmigung vorlag.

Hundehändler, Hundezsucht Sabine Jung (vorm von Fugler) in Siegen Kreuztal  (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße, 57223)

 

Hundehändler von Fugler, Partner von Sabine Jung, wurde bereits im Jahre 2001 in Hessen ein Hundezucht- und Handelsverbot auferlegt. Nach seinem Umzug nach Kreuztal wurde der Hundehandel, schon lange in gewerblichem Umfang, trotzdem weiter betrieben, obwohl das zuständige Veterinäramt des Kreises Siegen-Wittgenstein ihm die für eine Hundezucht und Hundehandel notwendige §11-Genehmigung 2003 verweigerte und somit auch keine Gewerbeanmeldung vorlag:

 

Mit Schreiben vom 24. März 2003 beantragte der Kläger – nach seinem Umzug – bei dem Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein die Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 TierSchG zur Zucht, zum Handel und zur Haltung für maximal 30 Hunde. Diesen Antrag lehnte der Landrat mit Bescheid vom 20. Mai 2003 mit der Begründung ab, dem Kläger fehle für eine Tierhaltung, eine Tierzucht und einen Tierhandel die erforderliche Zuverlässigkeit. Gegen die vorbenannten Bescheide legte der Kläger eine Anfechtungs- und Verpflichtungsklage vor dem VG Arnsberg (Aktenzeichen 3 K 3539/03) ein, die jedoch abgewiesen wurde. Das OVG Münster bestätigte dieses Urteil des VG Arnsberg mit Beschluss vom 08. November 2004 (Aktenzeichen 20 A 3732/04) und lehnte die Zulassung der Berufung ab....“

Letztendlich wurde offizielle Betreiberin der gewerblichen  Hundezucht/des Hundehandels Frau Sabine Jung, seit 1995 mit Herr von Fugler verheiratet. Warum das Veterinäramt Siegen als Genehmigungsbehörde Frau Jung, die seit Jahren den illegalen Hundehandel ihres Ehemanns unterstützte, diese Erlaubnis erteilte, ist eine berechtigte Frage. Fakt ist, dass eine Ärztin des Veterinäramtes Siegen-Wittgenstein diesen Hundehandel im Jahr 2003 untersagen wollte – ihr Chef Herr Dr. Pelger jedoch stattdessen eine Genehmigung erteilte. Kurz darauf schied die sehr engagierte Tierärztin aus ihrem Amt aus. Dr. Pelger bestätigt heute noch betrogenen Welpenkäufern mit nachweislich kranken Hunden, es handele sich bei der „Hundezucht Jung“ um einen „ordentlichen Betrieb“, bei dem es keine kranken Hunde gäbe. Von Welpenkäufern auf das Vorliegen von hoch ansteckenden, lebensbedrohlichen Viruserkrankungen  wie Staupe bei dort gekauften Hunden (und die wahrscheinliche komplette Durchseuchung des Areals, auf dem die Hunde leben, mit einzelligen Parasiten, die zum Teil schwerste Durchfallerkrankungen auslösen) angesprochen, sah sich der Amtsveterinär nicht in der Pflicht, dort mal (Zitat) „ein bisschen aufzuräumen“. Amtsveterinär Dr. Pelger wurde mehrfach als Zeuge in Prozessen gegen die Händler benannt: nicht von den Geschädigten, wie bei jemandem mit bezahltem „Tierschutzauftrag“ anzunehmen, sondern von den Beklagten selbst, die sich offenbar auf „ihren“ Veterinär verlassen können.


Von Fugler bestätigte gegenüber Jürgen Foß, dem Vorsitzenden von „die Tierfreunde e.V.“ vor Jahren, er habe „früher“ Hundewelpen aus dem Ostblock importiert und schon ca. 5.000 Welpen verkauft; „heute“ jedoch würde er keine Welpen mehr importieren, sondern die Tiere stammten aus seiner eigenen Zucht. Betrifft das aber nun alle von „Familie Jung“ verkauften Welpen, die Hälfte oder nur einige? Züchten ist sicherlich nicht schwer – zur Vermehrung von Hunden gehört schließlich nicht viel, wenn man ca. 50 davon in den Zwingern sitzen hat und am Ende nur ein paar gutverkäufliche Welpen dabei herauskommen brauchen. Das Geheimnis, woher eine unbestimmte Anzahl von Welpen tatsächlich stammt, konnte durch unsere aufwändigen Recherchen im Februar 2008 gelüftet werden. „Luna“ der Familie B. war der Schlüssel dazu.

  Hundehändler, Hundezsucht Sabine Jung (vorm von Fugler) in Siegen Kreuztal  (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße, 57223)


Zurück also zu „Luna“: Im Dezember 2007 wurde „Luna“, eine Golden Retriever -Hündin, von Familie B. bei Frau Sabine Jung, Setzer Straße 31 in 57223 Kreuztal gekauft. Laut Kaufvertrag wurde Luna am 28.09.2007 geboren, der Verkaufsanzeige und dem Verkaufsgespräch nach sollte es sich um einen liebevoll in der Züchterfamilie mit Kindern in Haus und Garten aufgezogenen Welpen handeln. Luna wurde mit Impfpass für 650 € von Familie Jung an Familie B. verkauft. Das Impfdatum war lt. Impfpass eine Erst-Impfung am 23.11.2007 durch die Tierärztin Beate Kunz, Weilmünster. Frau Sabine Jung und „Herr Jung“, bei dem es sich um Karl Michael von Fugler handeln dürfte, traten bei dem Verkaufsgespräch gemeinsam als Züchterpaar auf, wobei die Kaufabwicklung durch „Herr Jung“ stattfand. Nach Angaben der Verkäufer war der Welpe zum Zeitpunkt des Verkaufs ausdrücklich nicht mittels eines implantierten Mikrochips gekennzeichnet.

Unmittelbar nach dem Kauf erkrankte Luna schwer, wie sich später herausstellte, an der schweren und oft tödlichen Infektionskrankheit Staupe. Bei einer Röntgenuntersuchung der oberen Atemwege in der Tierklinik zeigte das Röntgenbild dann überraschend doch einen implantierten Mikrochip: einen zusätzlich zu dem durch den Tierarzt der Familie B. implantierten vorhandenen Chip, dessen Existenz die Verkäufer verneint hatten. Daraufhin ergaben sich mindestens zwei Möglichkeiten: entweder war der Welpe von den Züchtern bereits einmal verkauft und durch die Käufer gechipt worden, dann an Familie Sabine Jung zurückgegeben und ein zweites Mal, diesmal an Familie B., verkauft worden. Oder es handelte sich um einen Importwelpen und Lunas angebliche Züchter waren nur Händler, die - möglicherweise in Unkenntnis der Mikrochipkennzeichnung - einen im Herkunftsland gechipten Hund ein- und verkauft hatten. Anhand der Nummer dieses Chips versuchten wir daraufhin, die Herkunft des Chips zu recherchieren, um damit Hinweise zur Herkunft des Hundes zu erlangen. Bei dem Chip handelt es sich um einen Chip ohne übliche Länderkennung, dafür aber mit Herstellerkennung der Firma AEG. Nachfragen bei AEG in Deutschland ergaben, dass dieser Chip an eine Firma in Italien geliefert worden war. Parallel zu der Anfrage in Italien wandten wir uns an die ungarische Tochterfirma der italienischen Firma in Budapest.


Hundehändler, Hundezsucht Sabine Jung (vorm von Fugler) in Siegen Kreuztal  (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße, 57223)  

Die Firma in Ungarn teilte daraufhin mit, den betreffenden Mirkochip an einen Tierarzt in Ungarn im Ort Eger, Herrn Dr. F., verkauft zu haben. Nachfragen bei Dr. F. ergaben, dass er wöchentlich ca. 100 Mikrochips an eine Hundehandels-Firma namens „Dogs for Sale“ in Eger verkauft. Diese Hundehandels-Firma  habe mehrere Niederlassungen neben der ungarischen, zumindest eine in der Slowakei. Die Firma „Dogs for Sale“, Geschäftsführer Herr János P. in Eger/Ungarn, kauft die Welpen nach Aussagen des Tierarztes in großen Mengen u.a. in der Ukraine, Ungarn und der Slowakei ein und exportiert sie an Händler in Westeuropa.

Der Leser mag sich aufgrund unserer Recherchen eine eigene Meinung zu Lunas Vergangenheit bilden. Familie B. war mit uns einer Meinung: „Luna“ war demnach kein Welpe aus liebevoller Kreuztaler Zucht, sondern mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit ein Importwelpe, der das Licht der Welt irgendwo in Osteuropa erblickt hatte – und die Hundezüchterfamilie dann nichts mehr als Betrüger, die Luna (und nicht nur ihren Microchip) billig eingekauft hatte und somit die „Familien-Tradition“ der lohnenden Ostimporte fortführte!

Eine Pflicht-Registrierung des betreffenden Mikrochips bei den ungarischen Behörden (dem Staatlichen Institut für Tiergesundheit, der Ungarischen Tierärztlichen Kammer) hat nicht stattgefunden, wie unsere Nachfragen in Ungarn ergaben. Somit läge ein nicht durch die Veterinärbehörden genehmigter, also illegaler Export und folglich auch illegalem Import vor. Die Staupeerkrankung des Welpen legt den Verdacht des Verstoßes gegen Tierschutzbestimmungen durch fehlende Impfung des Hundes beim Export-/Importvorgang nahe. Zudem ist unter diesen Annahmen zu vermuten, das „Luna“ zu früh von ihrer Mutter getrennt wurde (unter acht Wochen Trennung und Einfuhr verboten). Die Einfuhr von Welpen unter 12 Wochen ist aufgrund tierseuchenrechtlicher Bestimmungen nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt; die notwendige Tollwutimpfung ist erst mit 12 Wochen möglich, so dass Welpen im Alter von unter 12 Wochen nur unter speziellen Voraussetzungen importiert werden dürfen (ärztliche Bescheinigung / Veterinäramtliche Genehmigung). Welpe „Luna“ hatte nach Ansicht ihrer Familie schon eine sehr weite Reise hinter sich, als sie im Alter von nur 9 Wochen (Angabe des Verkäufers) in Kreuztal verkauft wurde. Ihr Impfpass unter diesen Umständen ein wertloses Stück Papier.

Gegen Herr von Fugler und Sabine Jung waren/sind zahlreiche Verfahren anhängig, wobei es meist um den Verkauf von kranken Welpen und Schadensersatzansprüche der Welpenkäufer ging/geht. Die meisten Fälle sind beim Amtsgericht Siegen anhängig. Vom Gericht bestätigte Ansprüche gegen von Fugler konnten zumindest teilweise bis heute nicht vollstreckt werden, da er  angeblich mittellos ist (Eidesstattliche Versicherung des „arbeitslosen Kaufmannes“ ohne jeden Besitz und ohne jegliches Einkommen von Fugler von 2007). Herr von Fugler und seine Ehefrau Sabine Jung leben demnach in Gütertrennung; das monatliche Einkommen von Frau Sabine Jung sollte der beigefügten Eidesstattlichen Versicherung nach 600 € / monatlich betragen, was in etwa dem Verkauf von einem Welpen pro Monat entspräche. Allein die Anzahl der geschalteten Verkaufsanzeigen jedoch, wonach immer  Welpen von drei bis sieben verschiedenen Rassen angeboten werden, lässt auf einen regen (anzunehmen täglichen) Hundeverkauf und somit ein bedeutend höheres Einkommen aus dem Welpenhandel schließen: pro Welpe verlangt „Familie Jung“ je nach Rasse 650 bis 1200 Euro. Dies und die Berichte, dass Welpenkäufer zum Teil keinen Kaufvertrag oder als „Quittung“ über den gezahlten Kaufpreis einen Notizzettel erhalten, legt massiv den Verdacht der Steuerhinterziehung durch die Gewerbetreibende Sabine Jung nahe, was selbstverständlich ebenfalls von uns zur Anzeige gebracht wurde.

Bild rechts: Labrador aus der Hundezucht Sabine Jung in Siegen Kreuztal nach Hüftoperation (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Siegen, Setzer Straße)


Aus Prozessakten aus dem Jahr 2006 geht hervor, dass die Hundezucht des Herrn von Fugler (heute Hundezucht Sabine Jung) mit einer Produktion von 400 Welpen jährlich einen Gewinn von 120.000€ pro Jahr erwirtschaften sollte (Rechtsstreit von Fugler gegen Foß, -3 U 209/06-) – wir gehen mittlerweile von einem bedeutend höheren Gewinn aus.

  Labrador aus der Hundezucht Sabine Jung in Siegen 57223 Kreuztal (wohnort auch schonmal bezeichnet als Dillnhütten, Dillenhütten, Siegen, Geisweid, usw.) nach Hüftoperation; Hundehändler, Hundezsucht Jung (vorm von Fugler) in Siegen Kreuztal  (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße)

Die Geschäfte der „Familie Jung“ laufen gut und auf Hochtouren. Getarnt als seriöse Züchter, die eine Hunderasse halten und hin und wieder einen Wurf Welpen liebevoll in der Familie aufziehen, verläuft das perfide Spiel mit der ahnungslosen Kundschaft immer nach dem gleichen Schema: aus dem Verkaufsanzeigen in Tageszeitungen (Kölner Raum, Hessen) geht bei oberflächlicher Betrachtung nicht hervor, dass es sich bei den Anbietern um gewerbliche Hundehändler handelt, die bedeutend mehr als eine Rasse zum Verkauf anbieten: verschiedene Telefonnummern mit Siegener 0271-Vorwahl verschleiern die Zusammenhänge. Bei Anrufen lässt sich jedoch feststellen: bei x verschiedenen Hunderassen hat man immer den gleichen Anbieter am Telefon. In den Online-Anzeigenmärkten (z.B. „Deine Tierwelt“ von dhd24) gibt sich „Familie Jung“ arg viel Mühe, dass den zukünftigen Kunden die Vielzahl der angebotenen verschiedensten Rassewelpen nicht auffallen kann: Da bietet eine in Kreuztal ansässige „Hundezucht Jung“ Labradorwelpen an – dass die Angebote der Golden Retriever -Welpen von jemandem Namens „Schlumpf“, der angeblich in Lennestadt wohnt (aber eine Siegener Telefonnummer hat), die Angebote der Pugglewelpen von „angel eyes“ aus Olpe sowie die Beagle Welpen vom angeblich in Hilchenbach ansässigen Anbieter Namens „sunglasses“ allesamt aus dem gleichen Hause stammen, kann bestenfalls der extrem misstrauische Interessent anhand der gestellten Welpenfotos im hübschen Ambiente, der ähnlichen Verkaufstexte und eben der Siegener Telefonnummern bemerken. Bei den Welpenfotos handelt es sich meist um Archivbilder, die zum Teil alle paar Monate mal ausgetauscht werden und somit nicht die zum Verkauf stehenden Welpen zeigen, sondern „irgendwelche“ Hunde der gewünschten Rasse.

Hundehändler, Hundezsucht Sabine Jung (vorm von Fugler) in Siegen 57223 Kreuztal (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße)

Den Beschreibungen der Käufer entnimmt man, dass der Verkauf an sich fast immer nach ähnlichem Schema verläuft: Demnach vereinbaren Interessenten telefonisch einen Besichtigungstermin mit Familie Sabine Jung, bekommen dann „auf Bestellung“ meist zwei Welpen zur Auswahl in der „Nobelhütte“ der Händler gezeigt, die man zuvor ohne Wissen der Interessenten aus Zwinger oder Keller hervorgekramt hat. Oftmals beschleunigt der Zusatz “das sind die beiden letzten“ die Entscheidung der Käufer. Da werden angebliche Elterntiere präsentiert, wobei oftmals Kunden berichten, dass Welpen und deren „Mütter“ (falls überhaupt anwesend) sich „irgendwie fremd“ erschienen. Nach Entrichtung des Kaufpreises und Vertragsunterschrift gibt es für die Welpen oftmals noch Medikamente (da bekommt auch schon mal ein Welpe grad bei der Abfahrt noch eine Spritze unbekannten Inhaltes verpasst „wohl damit sich der Hund bei mir ein paar Tage hält und nicht sofort todkrank umfällt“, so mutmaßte ein Kunde), bei denen es sich nicht nur um harmlose Vitaminpräparate handelt. So ließ eine Kundin, die einen (wie sich kurz nach dem Kauf herausstellte) kranken Retriever erworben hatte, die mitgegebenen „Vitamine“ im Labor untersuchen. Ergebnis: die Hundehändler müssen demnach sehr wohl bewusst einen kranken Welpen verkauft haben und sein weiteres Schicksal ihnen relativ gleichgültig sein – warum sonst geben sie ein  „getarntes“ Breitbandantibiotikum mit?


Uns vorliegende Schriftwechsel und Kaufverträge tragen mindestens drei gänzlich verschiedene Unterschriften der „Verkäuferin“: Herr von Fugler führt nicht nur die meisten der Verkaufsverhandlungen, sondern unterschreibt auch fröhlich Verträge mit falschem Namen „Jung“ (mehrere Zeugenaussagen liegen vor). Das bestehende Zucht- und Handelsverbot des Herrn von Fugler wird praktisch unterwandert, da er selbst die Verkaufsgespräche und gesamte Kaufabwicklung auch im Fall „Luna“ geführt hat. Darf er nicht, stört aber offenbar nicht. Da Herr von Fugler faktisch der Verkäufer ist, stellt sich nicht nur die Frage, ob die Verträge überhaupt Bestand haben, sondern auch diese, ob er damit nicht doch selbst ein eigenes Einkommen erzielt und somit seine Eidesstattliche Versicherung in Frage zu stellen ist. Dies taten wir bereits, da auch wir zu den „Geprellten“ gehören: Herr von Fugler schuldet unserem Anwalt noch ca. 1.800 Euro aus einem verlorenen Prozess, wo er den Versuch unternahm, uns mundtot zu machen und unsere Veröffentlichungen über seinen skrupellosen Hundehandel zu verbieten. Statt seine Schulden bei unserem Anwalt zu begleichen, gelang von Fugler zwischendurch noch ein kurioses Meisterstück: wie auch immer er das schaffte, bekam er vom Amtsgericht eine Zwangsvollstreckung gegen den Vereinsvorsitzenden Jürgen Foß durch – der jedoch von Fugler zu keinem Zeitpunkt irgendetwas schuldete! „Ein Versehen“, so der Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtes Siegen. Zur durch unseren Anwalt eingeforderten Nachbesserung seines Vermögensverzeichnisses auf Einladung durch den Gerichtsvollzieher erschien von Fugler nicht beim Amtsgericht; die Konsequenz für ihn: Antrag auf Haftbefehl. Schweigt der „mittellose“ von Fugler weiterhin, können wir uns also freuen, ihn vielleicht wenigstens mal kurzfristig dorthin befördert zu sehen, wo er hingehört.

Welpe „Luna“ – ein Einzelfall? Keineswegs – andere Hunde litten und leiden nicht nur zum Teil unter schweren Erkrankungen, viele verstarben schon kurz nach dem Kauf – unter anderem an Staupe. Ein besonders tragischer Fall ereignete sich im September 2008: der von einer jungen Frau erworbene Mopswelpe mit verschiedenen unklaren Krankheitsanzeichen erlitt erst aufgrund massiven Parasitenbefalls einen Darmvorfall, der operiert werden musste, war an Staupe und einer anderen Virusinfektion erkrankt. Zwei Wochen nach dem Kauf war der Mopswelpe tot. Vor seinem Tod hatte der Welpe Kontakt zu einem Wurf Welpen in der eigenen Familie, da die Familie nie und nimmer mit einer Staupeerkrankung des angeblich geimpften Mopses aus der mutmaßlich seriösen Familienzucht gerechnet hätte. Nach seinem Tod begann dann das Sterben an Staupe bei diesen Welpen – offenbar infiziert durch den kranken Mops. Eine extreme psychische Belastung für die Familie, die um das Leben ihres geliebten Hundenachwuchses kämpfte und schon zum Zeitpunkt des Todes des zweiten Welpen auf Tierarztkosten von etwa 7.000 Euro saß. Womit das Ende der Folgekosten lange nicht absehbar war, denn die Familie kämpfte um das Überleben jedes einzelnen an der besonders schweren Staupeform, der Gehirnstaupe, erkrankten Welpen, die unter teils erheblichen neurologischen Ausfällen litten.


Ein Labrador bei Hundehändler, Hundezsucht Sabine Jung (vorm von Fugler) in Siegen 57223 Kreuztal  (Verkaufsort auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Setzer Straße)  

Auch was ihre ungarische, ukrainische, slowakische oder was auch immer für eine Herkunft anbelangt scheint Luna kein Einzelfall zu sein.  Der ungarische Tierarzt gab auf unsere telefonische Nachfrage an, weitere von uns angefragte Microchips an den ungarischen Welpengroßhändler verkauft zu haben: es handelt sich dabei um zwei Retriever und einen Labrador „aus dem Hause Jung“. „Hundezüchterin“ Sabine Jung macht sich die Sache einfach – und behauptet im Fall Luna lediglich, den Microchip in Holland gekauft zu haben. Möglich, dass Frau Jung tatsächlich den betreffenden Microchip in Holland gekauft hat. Ebenso möglich, dass sich dabei „ganz zufällig“ der Microchip zu diesem Zeitpunkt schon in einem von einem ungarischen Welpengroßhändler zu einem vielleicht holländischen Welpengroßhändler gekarrten Golden Retriever Welpen befand. Aus ermittlungstechnischen Gründen werden wir unsere Erkenntnisse zu den Welpen-Handelswegen und die Umstände, unter denen die Zuchthunde leben und leiden müssen, um billigen Nachwuchs für den Hunde-Mode-Markt zu produzieren, erst später bekannt geben.

„Luna“ und ihre Familie haben eigentlich noch Glück gehabt: Luna lebt und kann trotz ihrer Beeinträchtigung durch die Schädigung der Lunge im Welpenalter ein relativ unbeschwertes Leben führen. Zu verdanken hat sie dies ihren Menschen, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, ihren Welpen wieder auf die Pfoten zu bekommen. Das Schicksal vieler anderer kranker Hunde, die von den Käufern wieder zur Händlerfamilie „Jung“ zurückgegeben wurden und werden, ist ungewiss. Laut Kaufvertrag ist ein Käufer, der bei „Familie Jung“ einen kranken Hund erwirbt berechtigt, diesen zurückzugeben und umzutauschen gegen einen „neuen“. Fest steht: das Schicksal der kranken Rassehunde wird auf diese Art und Weise möglichst wenig öffentlich. Tierarztbesuche oder gar Abgaben im Tierheim ziehen Öffentlichkeit nach sich und sind schlecht für das Geschäft. „Familie Jung“ schlägt jedenfalls mit dieser Praxis zwei Fliegen mit einer Klappe: wer sein krankes, hilfebedürftiges vierbeiniges Familienmitglied nicht einfach umtauschen will wie einen kaputten Gebrauchtwagen, verliert seine Ansprüche auf finanzielle „Wiedergutmachung“. Was aus den kranken Hunden wird, die von ihren Besitzern tatsächlich dort zurückgelassen werden, die zum Teil unter erheblichen Schmerzen leiden, welche unter anderem durch teure Operationen zu beheben wären, weiß dann nur noch „Familie Jung“. In einem Fall, wo es um einen Labradorwelpen mit schwerer HD ging, der kaum noch laufen konnte und unter starken Schmerzen litt, gab man an, solche „kaputten Hunde“ könnten einfach so bei ihnen mitlaufen oder würden von „Retriever in Not“ übernommen. Dieser Verein ließ auch dann gerne die teuren Operationen an den Hunden durchführen. Eine Nachfrage bei „Retriever in Not“ ergab jedoch, dass der Verein keine „Hundezüchterfamilie“ Jung oder von Fugler kennt und niemals auch nur einen Hund von dort übernommen hat – und somit die Befürchtung, dass es einen anderen „Entsorgungsmechanismus“ für die kranken Rückgabehunde gibt.


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Hundehandel Jung - Auszug der Zeitungsannoncen 2003/2004

Anmerkung: Auch wenn wir an dieser Stelle zwischen "seriösen Züchtern" und "unseriösen Hundevermehrern/Hundehändlern" unterscheiden, möchten wir damit nicht irgendeine Form der Zucht unterstützen: Wenn Sie also einen Hund bei sich aufnehmen möchten, dann bitte einen Hund aus einem Tierheim und nicht vom Züchter.


Haben auch Sie Erfahrungen mit dem Hundehändlerpaar „Jung“ gemacht, auf die Sie lieber verzichtet hätten? (Verkaufsort von Hundezucht / Hundehandel Sabine Jung auch bezeichnet als Dillnhütten, Dillnhuetten, Dillenhütten, Dillenhuetten, Geisweid, Olpe, Buschhütte, Buschhütten, Buschhuette, Buschhuetten, Siegen, Geisweid, Kreuztal, Setzer Straße, PLZ 57223). Kontaktieren Sie uns! Nur alle zusammen können wir im Interesse der geschundenen „Ware Hund“ skrupellosen Betrügern das Handwerk legen – um zukünftigen Hundegenerationen ihr unter Umständen tödliches Schicksal zu ersparen.

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