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Pressemitteilung:

Nutrias nach Veterinäramtskontrolle verschwunden

Heruntergekommene Nutriazucht im Raum Waldbröl/Morsbach wurde angezeigt. Die Tiere sind nach dem Erlass von behördlichen Auflagen verschwunden. Die Tierfreunde bitten um Mithilfe bei der Suche nach den Tieren.

Nutria

12.02.2009: Bereits im November dokumentierte die Organisation „die Tierfreunde e.V.“ aus Siegen widrige Zustände in einer Nutriazucht im Raum Waldbröl/Morsbach (Kreis Gummersbach). Etwa 20 Nutrias vegetierten unter unzumutbaren räumlichen und hygienischen Bedingungen dahin. Die Käfige waren alt, klein, dunkel und verdreckt. Die in Freiheit am Wasser lebenden Tiere hatten nicht einmal durchgehend Trinkwasser zur Verfügung, von der vorgeschriebenen Bademöglichkeit ganz zu schweigen. Die Käfige waren verrostet und scharfkantig, so dass sich die Tiere daran verletzten. Jürgen Foß, Vorsitzender von „die Tierfreunde e.V.“, war vor Ort und kommentiert die Zustände: „So etwas habe ich selten gesehen. Kaum zu glauben, dass solche Zustände über Jahre unentdeckt geblieben sind.“


Nutriakäfige

Die Zustände wurden daraufhin dem zuständigen Veterinäramt in Gummersbach gemeldet. Die Beamten wurden aktiv und erließen dem Halter Auflagen. Ende Dezember verschwand die Käfiganlage mitsamt den Tieren, die Behörden sahen daraufhin die Auflagen erfüllt. Der Tierrechtler Jürgen Foß hat jedoch Bedenken. Der Verbleib der Tiere sei völlig ungewiss. Noch Wochen nachdem der Halter die Zuchtanlage abgebaut hatte, wurden die Tiere in einem Internet-Anzeigenmarkt zur Abgabe angeboten. Nach Ansicht der Tierfreunde sei es keineswegs ausgeschlossen, dass die Tiere nun unter ähnlich schlimmen Bedingungen an einem anderen Ort leiden müssen. Das Veterinäramt kontrolliert den Verbleib der Tiere nicht. Eine Genehmigung zur Schlachtung lag dem Halter nicht vor. „Gegen diese Variante sprechen auch die Annoncen zur Abgabe der Tiere“, meint Foß. Der Anwalt des (ehemaligen) Halters gibt an, sein Mandant habe die Tierzucht verkauft. Den Käufer nennt er jedoch nicht.


Die Tierfreunde bitten nun die Bevölkerung um Mithilfe. Sie suchen nach etwa 20 Nutrias, die Ende Dezember ihr neues Domizil bezogen haben müssen. Ferner waren noch 3 Enten, 12 Hühner und 10 Kaninchen in der Anlage untergebracht, deren Verbleib ebenfalls ungeklärt ist. Hinweise zum Verbleib der Tiere oder aber auch über andere Missstände nimmt die Organisation entgegen (Kontakt).

Nutriazucht
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Nutriazucht
Nutriazucht
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