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1. Wie heißt Ihr Hund,
wie alt ist er, welches Geschlecht hat er, welcher Rasse oder Mischung
gehört er an, seit wann lebt er bei Ihnen und woher haben sie
ihn?
Unsere Hündin heißt Joya, wurde laut Impfpass schätzungsweise
1993 geboren, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass sie noch einige
Jahre älter und somit uralt ist; wohl eher mindestens 88/89
geboren. Sie ist eine kastrierte Podenco ibicenco Hündin, lebt
seit 2002 bei uns und ist eine ausgediente spanische Zuchthündin,
die vom Tierschutzverein D.U.O. Ibiza (wo sie seit ihrem Erscheinen
dort für uns bestimmt war) in unsere Familie kam.
2. Seit wann füttern Sie Ihren Hund
vegetarisch? Was füttern Sie und was haben Sie vor der Futterumstellung
gefüttert?
Joya bekommt seit dem Tag ihrer Ankunft (2002) bei uns vegetarisches
Futter. Joya war anfangs sehr dürr und hat auch nicht mehr
viele Zähne, so dass wir sie erst etwas verwöhnt haben
und sie neben Trockenfutter und "Eintopf" und Menschenessen
auch ganz leckere Sachen wie "Vegusto" und das Dosenfutter
von Natural life und "Schleckli" bekommen hat. Mittlerweile
geht es auch ohne die vegetarischen Feuchtfuttersorten. Joya steht
total auf Gemüsestäbchen (von Boris pitti, weil man die
auch ohne Zähne "matschen" kann), und da Kekse zu
hart für sie sind, bekommt sie stattdessen kleingebrochenes
Knäckebrot. Was sie vorher zu essen bekommen hat, wissen wir
nicht (Fertighundefutter war es gewiss nicht), aber spanische Podencozüchter
schwören auf viel Johannesbrot, trockenes Brot und sehr wenig
Fleisch als Hundefutter.
3. Gab es Schwierigkeiten wie Akzeptanzprobleme
bei der Futterumstellung? Wenn ja, wie haben Sie dieses Problem
gelöst?
Joya ist sehr genügsam und überhaupt
nicht verfressen (ich könnte ihr auch einen Napf Chappi oder
Fleisch hinstellen, den würde sie nur anrühren, wenn sie
wirklich argen Hunger hat), so dass ich mir schon mal etwas einfallen
lassen muss. Aber mit ganz einfachen Dinge wie z.B. Hefeflocken
oder Gemüsebrühe oder vegetarische Bratensoße übers
Futter kann ich sie immer überzeugen. Umstellungsprobleme gab
es keine, und sie sah wirklich nicht so aus, als ob sie vorher ein
guter Esser gewesen wäre.
4. Warum füttern Sie Ihren Hund vegetarisch und wie
sind Sie an Informationen zur vegetarischen Fütterung gekommen?
Ganz einfach: weil mir alle anderen Tiere genauso
viel wert sind wie unsere Hunde und meine Tierliebe nicht bei den
eigenen Tieren oder bestimmten Tierarten aufhört. Da unsere
anderen Hunde ebenfalls schon seit über einem Jahr vegetarische
Hunde waren (vor Joyas Ankunft bei uns), war es bei ihr ganz selbstverständlich.
5. Wie ist der Gesundheitszustand
Ihres Hundes? Ist er heute öfter oder seltener krank als vorher?
Ist Ihnen irgendetwas ganz besonders aufgefallen?
Joya ist zwar uralt und verschläft den größten
Teil des Tages, aber sie sieht gut aus und hat ein schönes
glänzendes Fell bekommen. Als sie neu bei uns war, hatte sie
oft Probleme mit ihren alten Knochen und lief schlecht, aber das
ist mittlerweile viel besser geworden (sie rennt noch richtig schnell
und elegant in der Gegend herum) und so, wie sie sich bewegt, ist
sie jetzt schmerzfrei. Ob das jetzt am Futter liegt oder an ihrem
besseren Allgemeinzustand oder daran, dass wir sie wegen Anzeichen
einer Leishmaniose-Erkrankung (chron. Bindehautentzündung,
Nasenbluten...) mit Allopurinol behandeln, können wir natürlich
nicht sagen.
6. Falls Sie veg. Fertigfutter füttern,
welches genau und woher beziehen Sie es?
Joya bekommt neben selbstgekochtem wenig Trockenfutter
("Regular Vegetalis" von Bento Kronen, "Ropo dog
vegi croc" und "Vets for pets" da das die Sorten
sind, die sie mit ihren wenigen Zähnen problemlos kauen kann,
allesamt über Internet-Versand). Der Renner in Sachen Leckerchen
sind ihre vegetarischen "Matschestäbchen" von Boris
pitti (erhältlich auch in vielen Schlecker-Märkten).
7. Wie sind die Reaktionen von außen
auf Ihren vegetarischen Hund?
Wenn mir irgendjemand blöd kommt oder es einfach
nicht begreifen will, habe ich einige überzeugende Argumente
vorzuweisen: drei alte, (und bis auf Joyas Zipperlein) gesunde,
freundliche, zufriedene, ausgeglichene und nicht stinkende Hunde.
Und eine ganze Menge anderer Tiere, die nicht unnütz leiden
und sterben mussten, um anschließend unnötiger Weise
von meinen Hunden gefressen zu werden.
8. Ernähren Sie sich selbst vegetarisch
oder vegan?
Vegan.
9. Falls Sie für Ihren Hund selber
kochen, würden Sie uns seine Lieblingsrezepte für sein
Futter oder Leckerchen wie Hundkekse verraten?
Unsere Joya steht auf Erbsensuppe mit Kartoffeln
und gelben Erbsen.
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