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Tiere sind Freunde - Kapitel 2
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Wellensittiche, Kaninchen, Fische, Hunde, Katzen
und andere Tiere im Haus
Viele Menschen haben Zuhause Tiere, und manchmal
fällt ihnen nichts besseres ein, als sie einzusperren. Ob das
Tier nun ein Wellensittich oder ein Zwergkaninchen oder ein anderes
Tier ist, keinem macht es Spaß, sein Leben hinter Gittern
zu hocken und ganz allein zu sein.
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Viele Menschen wollen auch ganz besonders exotische
Tiere haben. Die kommen dann von ganz weit irgendwo aus der Welt,
viele werden einfach draußen eingefangen. Das sind zum Beispiel
Schildkröten oder Papageien oder Schlangen. Dann packt man
sie in Kisten und verschickt sie über die ganze Welt. Viele
sterben dabei, und die Tiere, die lebend im Zoogeschäft und
bei ihren neuen Besitzern ankommen, sind auch nicht besser dran.
Sie frieren oft, bekommen nichts richtiges zu essen, sind alleine
und ganz traurig, weil man sie eingesperrt hat. Und irgendwann sterben
sie dann.
Keine Angst, das was Du jetzt liest wird Dir nicht
passieren. Aber stell Dir mal vor, da kommt ein hässlicher
Riese und holt Dich aus deiner Familie und sperrt Dich in eine Telefonzelle.
Und der Riese gibt Dir Essen, was Dir nicht schmeckt. Und die Familie
von dem Riesen steht vor der Telefonzelle, in der Du eingesperrt
bist und glotzt Dich an. Und Du bist ganz alleine und hast niemandem
zum Spielen und keinen, der mit Dir spricht. Weglaufen kannst Du
auch nicht. Das ist ganz furchtbar. So schlecht geht es den vielen
eingesperrten Tieren. Sie haben Angst wie Du und fühlen Schmerzen
wie Du.
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Ihre Haustiere nennen die Erwachsenen meist danach,
wie sie eingesperrt sind. Das muss man sich mal vorstellen. Einen
Vogel oder ein Kaninchen machen sie zum "Käfigtier".
Aber der Vogel möchte fliegen, denn dafür hat er doch
schließlich seine Flügel. Und das Kaninchen will hoppeln
und buddeln. Aber das geht im Käfig alles nicht. Fische, die
eben noch glücklich im Meer oder einem See herumgeschwommen
sind, werden eingefangen und zu "Aquarienfischen" gemacht.
Dann stoßen sie beim Schwimmen immer an die Glasscheiben und
begreifen nicht mehr, was los ist.
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Die allerliebsten Haustiere der Menschen sind Hunde
und Katzen. Mit denen kann man ja auch viel anfangen, man kann mit
ihnen spielen und schmusen, und sie verstehen einen. Man kann ihnen
alles erzählen und sie hören immer zu. Aber auch zu Hunden
und Katzen sind manche Leute ganz gemein. Sie kommandieren sie herum,
spielen nicht mit ihnen, schmusen nicht mit ihnen oder sie sperren
sie einfach irgendwo ein. Manchmal verhauen sie die Hunde und Katzen
auch, nur weil sie schlechte Laune haben. Solchen Leuten sollte
man die Tiere schnell wegnehmen.
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Ganz oft haben Menschen auch Tiere, die sie dann
auf einmal nicht mehr wollen. Es gibt Menschen, die binden dann
ihren Hund einfach im Wald an und gehen weg. Das sind ganz herzlose
Menschen. Andere Tiere, die niemand mehr haben möchte, kommen
ins Tierheim. Wenn die Tiere im Tierheim Glück haben, kommt
dann ein anderer Mensch, ein lieber Mensch, der die Tiere oder wenigstens
eins davon mit nach Hause nimmt. Aber viele Tiere will niemand mehr
haben.
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Wenn Du und Deine Familie gerne ein Tier haben
möchten, dann geht bitte in ein Tierheim. Da warten ganz viele
Tiere darauf, dass sie wieder jemanden finden, der sie lieb hat.
Du musst dann natürlich drauf achten, dass es das Tier wirklich
sehr gut bei Dir hat und sich wohlfühlt. Und dass ihm niemand
weh tut. Nicht aus Versehen und auch erst recht nicht mit Absicht.
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