Tier und Mensch - unterschiedlicher geht es nicht Man "testet" verschiedene Substanzen auf unterschiedlichste Weise am Tier und versucht die "Ergebnisse" daraus auf den Menschen zu übertragen. Verschiedene Tierarten und der Mensch reagieren auf verschiedene Substanzen aber bekanntlich völlig unterschiedlich. Einige Beispiele:
Ob ein bestimmtes Tier auf eine bestimmte Substanz nun gleich, ähnlich oder völlig anders als der Mensch reagiert, weiß man derzeit erst, wenn diese Substanz auch am Menschen angewendet wurde. Die Erkenntnis, wie ein bestimmtes Tier auf einen bestimmten Stoff reagiert, ist daher völlig bedeutungslos für den Menschen. Vielmehr kann man mit Tierversuchen "beweisen" was man will; je nach ausgewählter Tierart kann man eine Substanz als harmlos oder schädlich hinstellen, so wie man es gerade möchte. Tierversuche sind abzulehnen Tierversuche sind aus medizinischen und moralischen Gründen prinzipiell abzulehnen, weil die Ergebnisse aus den Tierversuchen aufgrund der Speziesunterschiede zwischen Mensch und Tier nicht auf den Menschen übertragbar sind. Die trotzdem millionenfach vollzogene Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen wird dadurch zum reinen Glücksspiel zum Nachteil von Mensch und Tier. Menschen erleiden nachweislich schwerste Schäden durch nicht übertragbare, irreführende Ergebnisse aus Tierversuchen (z.B. Contergan, Lipobay). In den Tierversuchen werden Medikamente getestet und als "sicher" für den Menschen freigegeben. Da die Ergebnisse aber nicht auf den Menschen übertragbar sind, leiden hunderttausende Menschen unter den oft tödlichen Nebenwirkungen der im Tierversuch als sicher getesteten Medikamente. Der Contergan Skandal Einige Tierversuchsbefürworter behaupteten, Contergan wäre nicht ausreichend im Tierversuch getestet worden. Diese Behauptung ist falsch und mehrfach widerlegt: Nachdem Contergan Anfang der 60er Jahre vom Markt genommen wurde, sind im nachhinein weitere zahlreiche Tierversuche mit diesem Mittel durchgeführt worden. Bei über 95% der Versuchstiere traten keine Missbildungen auf. Trotz weiterer Tierversuche wäre Contergan also auf den Markt gekommen. Bereits ab Mai 1961 vermutete der Australier Dr. McBridge den Zusammenhang zwischen Contergan und Missbildungen bei Neugeborenen. Er verabreichte in den nachfolgenden Monaten Mäusen, Meerschweinchen und Ratten Contergan, ohne dass Missbildungen bei deren Geburten auftraten. Wichtige Monate vergingen mit Tierversuchen, ohne dass das Mittel vom Markt genommen wurde. Erst als in der Praxis von Dr. McBridge im September 1961 weitere Missbildungen bei Neugeborenen auftraten, deren Mütter Contergan eingenommen hatten, publizierte er seine Befürchtungen und das Mittel wurde vom Markt genommen, ohne dass bis dahin Missbildungen im Tierversuch nachgewiesen werden konnten. Bremse des Fortschritts Als Rechtfertigung wird von Interessengruppen trotzdem verbreitet, Tierversuche würden der Gesundheit der Menschen nutzen. In Wirklichkeit haben Tierversuche nur eine Alibifunktion, um den gesetzlichen Vorschriften zu genügen. Durch diesen unwissenschaftlichen Irrweg unterbleiben die Forschungen für wirklich wirkungsvolle Therapien und sinnvolle Tests ohne Tierversuche und ein wissenschaftlicher Fortschritt wird somit durch den Tierversuch ausgebremst. Viele Ärzte und sogar ehemalige Tierexperimentatoren haben dies mittlerweile erkannt und protestieren gegen jede Form von Tierversuchen. Nachzulesen ist dies u. a. bei Doctors and Layers for responsible Medicine (www.dlrm.org/trustees.htm), Ärzte gegen Tierversuche (www.aerzte-gegen-tierversuche.de), dem Schweizer Verein zur Abschaffung der Tierversuche, gegründet vom ehemaligen Tierexperimentator Dr. med. Dr. phil. Christoph Anderegg (www.animalexperiments.ch) oder dem Buch "Tierversuch oder Wissenschaft" von Professor Dr. med. Pietro Groce (ISBN 3-905280-05-7, erschienen im Civis Verlag). Substanzen, die beim kranken Tier keine Wirkung zeigen, könnten den kranken Menschen mitunter heilen! Diese Substanzen fallen aber bereits im Tierversuch durch, so dass sie erst gar nicht auf den Menschen angewendet werden: Millionenfach verpasste Chancen für die Humanmedizin; vereitelt durch den Tierversuch. Profit und Karriere Warum gibt es dann Tierversuche überhaupt noch? Warum stellen sich die Bevölkerung und die von ihr gewählten Politiker nicht gegen Tierversuche? Antwort: Weil es für die Nicht-Insider (dazu zählen auch die meisten Ärzte) sehr schwierig bis unmöglich ist, Einblick in dieses vor der Öffentlichkeit verborgene Gebiet zu nehmen und sich so fundiert einzuarbeiten, dass sie die grausame Wahrheit hinter den Tierversuchen zu erkennen vermögen und weil die von den Tierversuchen profitierenden Insider aus durchschaubaren Motiven (finanzielle Vorteile, Karrierestreben) nichts ändern wollen. Wissenschaftler erhalten für ihre Tierversuche öffentliche Gelder, ihre Studien mit Tierversuchen veröffentlichen sie in Fachzeitschriften unabhängig davon, ob diese Versuche überhaupt Sinn machen. Aber jede noch so unsinnige Studie mit noch so überflüssigen Ergebnissen fördert die Karriere eines Wissenschaftlers. Spezielle Firmen für die Züchtung von Versuchstieren machen lukrative Geschäfte. Warum sollten alle diese Profiteure den Ast abschneiden auf dem sie sitzen, indem sie die Unsinnigkeit von Tierversuchen zugeben? Politiker müssten Arbeit und Zeit investieren, um den Durchblick zu erhalten. So erklärt sich auch der Widerspruch in der Politik, den Tierschutz ins Grundgesetz aufzunehmen, gleichzeitig aber dem Tierleid nicht nur bei den Tierversuchen gleichgültig gegenüber zu stehen.
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