Aufgedeckt

Tierfreunde veröffentlichen Schlachtvideo:

Was es bedeutet in heimischer
Region geschlachtet zu werden

Die andauernden Skandale rund ums Gammelfleisch der großindustriellen Unternehmen lassen für so manchen die heimische Produktion beim Metzer nebenan als den noch einzig verbliebenen Qualitätsgarant erscheinen. Dort, wo die Schlachtung „in Ruhe fernab von Akkord und Massenabfertigung“ der Riesenschlachthöfe vollzogen wird und „Qualität und bewusster Umgang mit dem Tiermaterial“ groß geschrieben werden. Heimische Produktion, bei der „qualitätskontrolliert“ aus Tieren Fleisch und Wurst gemacht wird. So zumindest werben die wenigen Metzgereien, die Fleisch noch nicht von den Schlachthöfen kaufen, um nicht als verlängerter Arm der Industrie zur Verkaufsaußenstelle der Massenware zu verkommen. Wie sieht in diesen kleinen Betrieben die Realität tatsächlich aus?

Die Tierfreunde gelangten nun an ein mit dem Handy aufgenommenes Video, welches die Schlachtung eines Schweins in einer solchen kleinen Metzgerei zeigt: Ein Schlachter setzt auf dem Kopf des Schweins den Bolzenschuss an, der das Tier vor der Schlachtung eigentlich betäuben soll. Es fällt auf die Seite, worauf der Schlachter dem jungen Schwein die Kehle aufschneidet, damit es verblutet. Das Schwein erlebt diesen Vorgang jedoch bei vollem Bewusstsein mit, da die Betäubung mittels Bolzenschuss nicht funktionierte. Das Tier windet sich am Boden, es schreit und versucht immer wieder aufzustehen. Minutenlang kämpft es ausblutend mit dem Tod.

Schlachtraum
Schlachtraum

Das Tier erleidet kaum vorstellbare Qualen, und dies zur Belustigung der Schlächter: Sie sehen sich das grausame Szenario vergnügt an. Sie lachen lauthals; ja können sich vor Lachen kaum halten. Der eine meint: „das ist ja noch besser als beim letzten Mal“.

 

Hier das Video im Handyformat
(0,4 MB / *.3gp / z.B. QuickTime Player)

 

Hier das Video im WMV-Format
( 2 MB / *.wmv / z.B. Windows Media Player)

 


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In den Schlachthöfen, wo Akkord und Massenabfertigung den Tagesablauf bestimmt, ist schon lange bekannt, dass Tiere regelmäßig ohne ausreichende Betäubung geschlachtet werden und somit ihre eigene Schlachtung miterleben (lesen Sie hier den Bericht über einen solchen Schlachthof). Aber auch bei den kleinen Metzgereien geschieht dies immer wieder, wie das vorliegende Video und zahlreiche Berichte belegen. Etwa 500 Millionen Tiere werden jährlich allein in Deutschland geschlachtet und gegessen. Selbst bei untertriebener Schätzung der Fleischlobby, dass davon 5% ohne ausreichende Betäubung geschlachtet werden, selbst dann durchleiden jährlich 25 Millionen (!) Tiere dieses Schicksal. Das ist übrigens ein Vielfaches der Tiere, die aus religiösen Gründen offiziell ohne Betäubung geschlachtet, also geschächtet werden.

Wer noch Fleisch isst, muss diese Leiden zwangsläufig in Kauf nehmen. Auch Anzeigen bei der Justiz vermögen diese Quälerei nicht zu stoppen. Unsere Anzeige gegen die Metzgerei bei Ulm, bei welcher der Azubi arbeitet, der dieses Video auf seinem Handy hatte, wurde eingestellt. Begründung: Diese Metzgerei schlachtet bereits seit längerem nicht mehr selbst und es sei nicht zu ermitteln, in welcher Metzgerei das Video aufgenommen wurde. Angeblich kursieren solche Videos in den Berufschulen der Metzger und die Azubis tauschen sie untereinander aus.


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Zwei Tierfreunde im Schlachthof
Hintergrundtext: Fleisch

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