Die Heimtierhaltung
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Zucht und Handel verursachen extremes Leid und Tod von Tieren
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Profitdenken und politische Fehlentscheidungen zu Lasten der Tiere
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Unwissenheit führt zu tierquälerischen Haltungsformen
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Erinnern Sie sich noch, als Sie zum ersten Mal Auto gefahren sind
und dabei so manchen Fehler machten? Wie gut, dass Sie das Autofahren
unter der Leitung eines erfahrenen Fahrschullehrers erlernen konnten.
Oder wäre es sinnvoller gewesen, dass Sie ohne Ausbildung direkt
ins Auto gestiegen und losgefahren wären? Sicher wird keiner
den Sinn eines Führerscheins bestreiten. Kaufen wir dagegen
Tiere, so brauchen wir weder eine Ausbildung noch Kenntnisse über
die artgerechte Haltung und Pflege der Tiere nachzuweisen.
Das Experiment am Haustier
Jeder darf sich nach Lust und Laune ein Tier anschaffen und mit
dem Experimentieren beginnen. Das bedeutet nichts anderes, als dass
der Tierhalter durch die grausame Methode von "Versuch und
Irrtum" lernt oder eben auch nicht lernt. Das ständige
Ausprobieren von Haltungs-, Behandlungs- und Erziehungsmethoden
ist eine grausame und unnötige Qual für das Tier. Hat
der Mensch dann vieles ausprobiert, was richtig und falsch in der
Behandlung der Tiere ist, so ist das Tier meistens schon psychisch
und oft auch physisch geschädigt. Wenn der Mensch es aber dann
doch nicht alleine schafft, einigermaßen mit seinem Tier umzugehen,
dann wird weiter gequält, das Tier getötet oder einfach
weggeworfen. Überquellende Tierheime sind die Folge einer von
Politikern verursachten tierquälerischen Gesetzgebung, die
es erlaubt, dass Zoohandlungen und Tierzüchter ihren Profit
auf Kosten der Tiere machen und dass sich jeder ohne das geringste
Wissen über artgerechte Haltung ein Tier anschaffen kann. Was
bei Autos undenkbar wäre, ist leidvoller Alltag bei Tieren.
Wie heißt es so schön mitleidlos: "Es sind ja nur
Tiere."
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Die tierquälerische Haltung von Haustieren ist mannigfaltig: Vögel, Schwarmtiere und seit Jahrtausenden der Inbegriff von Freiheit, vegetieren in kleinen Käfigen vor sich hin und picken sich vor Frust das Gefieder aus; Kleinnager werden zu Kinderspielzeigen degradiert und fristen ein furchtbares Dasein im Käfig; Zierfische werden millionenfach wie ein beliebiges Konsumgut "verbraucht"; Reptilien in den Händen von unsachkundigen Egozentrikern dienen nur zu oft zur Selbstwertsteigerung des selbigen. Mangelnde Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Heimtiere und die Unverletzlichkeit der Wohnung verstecken die allgegenwärtigen millionenfachen Grausamkeiten hinter der Wohnungstür. Den meisten Tierhaltern sind weder die Grundbedürfnisse ihrer Tiere, noch gesetzliche Mindestanforderungen bekannt. |
Ein erster Schritt: Wir benötigen ein Heimtiergesetz
Grundsätzlich gilt: Wenn Haustier,
dann nur aus dem Tierschutz und nicht von Händlern oder Züchtern. Um diesem Ziel näher zu kommen ist eine politische Forderung ein sogenanntes Heimtiergesetz. Viele Tierhalter und die verantwortlichen Politiker
vergessen, dass Tiere lebendige Kreaturen sind, die Leid und Schmerz
ebenso empfinden wie wir Menschen. Wir fordern daher eine gesetzliche
Regelung in Form eines Heimtiergesetzes. Hierbei müssen insbesondere
auch Zucht und Handel strengen Reglementierungen unterworfen werden.
Es darf nicht sein, dass eine Jeder ohne Sachverstand Tiere züchten
und handeln darf. Aus eigenen Recherchen wissen wir, dass bei Züchtern
und in den Zoogeschäften der Profit regiert: Beratung sucht
man hier vergebens, dafür sind aber Unmengen an tierschutzwidrigem
Zubehör zu finden. Profitdenken und sachkundige Beratung scheinen
sich hier auszuschließen.
Beratungsdefizit
Ein Tier an einen passenden Halter zu vermitteln ist eine überaus verantwortungsvolle, langwierige und auch schwierige Aufgabe. Die Tätigkeit der Tiervermittlung verschlingt in den Tierheimen jährlich Unsummen. Ein Tierheim ist wirtschaftlich gesehen eine gigantische Verlustmaschine, welche nur durch tierfreundliche Förderer aufrecht erhalten werden kann. Dieser Umstand zeigt sehr eindrucksvoll, dass es bei ausgiebiger Beratung und verantwortungsvoller Tiervermittlung nahezu unmöglich ist, kostendeckend zu arbeiten. Nicht einmal ein Viertel der Kosten für ein Tierheim kommen durch Vermittlungsgebühren wieder herein. Daher findet man eine verantwortungsbewusste Tiervermittlung ausschließlich bei den nicht kommerziell ausgerichteten Organisationen, also z.B. den Tierschutzvereinen. Beim Erwerb eines Tieres im kommerziellen Zoo(fach?)handel, Kleintiermärkten oder profitorientierten Züchtern muss somit zwingend ein eklatantes Defizit an Verantwortungsbewusstsein und Beratung vorliegen. |
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Daher ist der Handel mit Tieren abzulehnen. Nur zu häufig kommen Menschen in die Tierheime, um ihr Tier abzugeben, da sie vom Handel zuvor mitunter gar vorsätzlich falsch beraten wurden und nach dem Kauf den Bedürfnissen des Tieres nicht mehr gerecht werden. Da der Handel mit Tieren noch auf lange Zeit existieren wird, muss ein Heimtiergesetz zumindest regeln, dass jeder, der kommerziell Tiere verkaufen möchte, eine Abgabe für die Einrichtungen entrichtet, die diese Tiere hinterher aufnehmen. Derzeit ist es anders: Zuerst verdienen die Händler ihr Geld an der Ware Tier, danach müssen Tierheime für deren "Entsorgung" die Kosten tragen. |
Beispiel: Die Hunde
Sind die Grausamkeiten am Heimtier bei Kleintieren
in der Wohnung oft versteckt, so wird bei der Haltung von Hunden
fehlender Sachverstand und falschverstandene Tierliebe offensichtlich:
Warum haben in unserer Gesellschaft so viele Hunde Probleme im Umgang
mit Artgenossen oder Menschen? Weil der Mensch häufig aus unberechtigter
Sorge um das "Wohl" seines Hundes ihm die so wichtigen
Kontakte - und dies vom Welpenalter an - mit Artgenossen verwehrt,
hundliches Verhalten fehl- oder überinterpretiert, ihn vermenschlicht,
bei Hundebegegnungen falsch reagiert, nach alter Vater Sitte mit
Drill versucht den Hund zu versklaven, oder einfach den Hund völlig
artuntypisch hält. Ein soziales Rudeltier einzeln und/oder
in einem Zwinger oder anderweitig von "seinem Rudel" weggesperrt
zu halten ist absurd und führt unweigerlich zu erheblichen
psychischen Leiden und damit verbundenen Wesenveränderungen.
Diverse Hundeverordnungen und Gesetze versuchen anhand bestimmter
Rassezugehörigkeiten die "Gefährlichkeit" eines
Hundes festzustellen und lassen die wahren Gründe, die zur
Wesenveränderung der Tiere führen, außer acht. Alle
führenden Ethologen sind sich einig, dass die Gefährlichkeit
eines Hundes nicht genetisch verankerbar ist. Daher gaukeln diese
von Stammtischparolen und Boulevardmedien geprägten Regelungen
dem Bürger eine Scheinsicherheit vor, die es so nicht gibt.
Züchtern, Händlern und unkundigen Hundehaltern sind weiterhin
Tür und Tor geöffnet die Tiere im Wesen derart zu verändern,
dass nicht nur die Tiere leiden, sondern auch eine tatsächliche
Gefahr für die Gesundheit und das Leben Ihrer Kinder existiert.
Was bei den Hunden so offensichtlich falsch läuft,
geschieht täglich millionenfach hinter verschlossenen Wohnungstüren
mit den anderen Heimtieren. Unterstützen Sie uns daher bei
unserer Forderung nach einem umfassenden Heimtiergesetz. Aber schon
jetzt können Sie es besser machen, indem Sie sich über
Haltung, Erziehung, Pflege und Ernährung Ihres Tieres umfassend
informieren und nur Tiere aus dem Tierschutz aufnehmen. Sie sollten sich nicht zu unüberlegten Tierkäufen
verleiten lassen, bevor Sie sich nicht ausgiebig bei nichtkommerziellen
Organisationen über die wahren Bedürfnisse der Tiere informiert
haben. Dies ist alles gut für Ihr Tier, aber auch für
Sie. Denn an einem glücklichen Tier werden Sie mit Sicherheit
mehr Freude haben. Sie erhalten von uns umfassende Informationen
für Ihr spezielles Tier. Grundsätzlich gilt: Wenn Haustier,
dann nur aus dem Tierschutz und nicht von Händlern oder Züchtern.
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