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Ziffer 3 - Käfighaltung
800 Quadratzentimeter pro Henne. Mindestgröße des Käfigs 2,5 qm (bis 2009 waren es in den alten Käfigen 600 Quadratzentimeter pro Henne). Die Hennen leben in Drahtkäfigen auf einem Schräggitter,
damit das Ei aus dem "Tierbereich" auf das Fließband
rollen kann. Schwächere Hennen werden durch diese Schräglage
zu Boden gedrückt. Die Käfige stehen in Doppelreihen mit
den Rückwänden aneinander und erstrecken sich über
vier bis acht Etagen. Durch die geringe
Anzahl der Tiere im Käfig, kann sich zwar eine Rangordnung
bilden, aber durch die Enge leiden die Tiere unter Stress. Gegenseitiges
Picken und Kannibalismus sind die Folge. Durch den ständigen
Kontakt mit dem Maschendraht scheuern sich die Tiere die Federn
ab. Die Hennen werden mit einem Spezialfutter gefüttert, damit
sie die abnorme Legeleistung bringen können. Um den natürlichen
Bedarf an Sonnenlicht auszugleichen, wird Mais mit Vitamin A und
D versetzt. Dazu kommen Antibiotika, um Infektionen zu bekämpfen,
sowie Pestizide gegen den Fliegenbefall. Da die Farbe des Eidotters
weitgehend vom Futter abhängig ist, wird in konventionellen
Betrieben ein synthetischer Farbstoff zugesetzt, um einen dunkleren
Farbton zu erzielen. Häufig sind die Tiere
mit Milben befallen und erkranken an Leberverfettung. Künstliches
Licht täuscht Tag bzw. Sommer vor um die Legeleistung zu erhöhen.
Sterberate etwa 10-11% (ca. 12 Tiere am Tag bei einer durchschnittlichen Halle mit 40.000 Hühnern).
Ziffer 2 - Bodenhaltung
Neun Hennen pro qm. In Hallen mit mehreren Etagen (die Regel) 18 Hennen pro qm. Maximale Gruppengröße: 6.000 Legehennen. Auf maximal zwei Drittel der Stallfläche
sind Sitzstangen vorhanden unter denen sich eine Kotgrube befindet.
Legenester sind auch vorhanden. Meist stehen den Hühnern übereinander angebrachte, industrielle Stallebenen mit Gitterrost
zur Verfügung. Dadurch dürfen mehr Tiere je Stallgrundfläche
gehalten werden. Breite Bänder transportieren den anfallenden
Kot unter den erhöhten Ebenen ab. Der Rest der Fläche
ist eingestreuter Scharrraum. Die Tiere sind durch
zu viele Artgenossen überfordert. Es kann sich keine Hackordnung
bilden. Federpicken, Kannibalismus und andere Verhaltensstörungen
sind trotz des (etwas) größeren Platzangebotes die Regel. Durch das Gedränge ausgelöster Stress und durch enorme Legeleistung hervorgerufene Eileiterentzündungen sind
häufige Todesursache für viele Hühner, die in der
Bodenhaltung sterben. Sterberate etwa 10-11%.
Ziffer 1 - Freilandhaltung
Innenraum wie Bodenhaltung + Zugang ins Freie. Die Freilandfläche muss bewachsen sein und über die gesamte Fläche gleichmäßig verteilt z.B. Buschwerk, Hecken, Mais u.ä. als Schutz- und Unterschlupfmöglichkeiten für die Tiere aufweisen, was aber oft nicht der Fall ist. Der Auslauf muss täglich uneingeschränkt zugänglich sein, was gerade an Wochenenden oft nicht erfüllt wird. Auslaufgröße: 4 qm/Tier. Flächen maximal 150 Meter vom Stall entfernt. Die Bedingungen im Stall entsprechen der
Bodenhaltung. Es gibt immer mehr
Großbetriebe mit bis zu 20.000 Tieren oder mehr, was zu sozialen Konflikten
unter den Hennen führt. Sterberate etwa 10-11%.
Ziffer 0 - Ökologische Haltung
Sechs Hennen pro qm. In Hallen mit mehreren Etagen (die Regel) 12 Hennen pro qm. Maximale Gruppengröße: 3.000 Legehennen. Auslauf wie Freilandhaltung (4 qm/Tier). Es darf ausschließlich ökologisch erzeugtes Futter aus gentechnisch unveränderten Erzeugnissen verwendet werden. Es gibt immer mehr
Großbetriebe mit bis zu 20.000 Tieren oder mehr, was zu sozialen Konflikten
unter den Hennen führt. Sterberate etwa 10-11%.
Für alle Haltungsformen beginnt und endet das Leben der
Hühner ähnlich: Männliche Küken aussortiert
und am ersten Tag getötet; tierquälerische Aufzucht für
die Hennen. Nimmt die Legeleistung nach ca. 15 bis 18 Monaten ab,
werden die ausgemergelten Hühner geschlachtet. Dazu werden
sie an den Füßen aufgehängt und durch ein "Strombad"
gezogen, das sie betäuben soll. Allerdings klappt die Betäubung
nicht immer und die Hühner erleben ihre Schlachtung bei vollem
Bewusstsein. Sie werden zu Haustierfutter, Hühnersuppe und
teilweise auch zu Futter für die Tiere in Pelztierfarmen verarbeitet.
Unter normalen Umständen kann ein Huhn 20 Jahre und älter
werden. Auch der Transport zum Schlachthof ist eine Qual für
die Hennen. Rücksichtslos in enge Kisten gestopft, brechen
sie sich die Beine oder ihnen wird die Hüfte ausgerenkt. Dazu
kommen enormer Stress und Angst; bei längeren Transportwegen
auch Hunger und Durst.
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