illegale Tötung von 12.000 Schweinen
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illegale Tötung von 12.000 Schweinen

Illegale Tötung

schwein Bayerische Regierung lässt illegale Tötung von 12.000 Schweinen zu. Strafanzeige gegen verantwortlichen Staatsminister Huber.

Siegen/München, Feb. 2012: Trotz der mehrfachen Proteste durch Animal Rights Watch (ARIWA) haben die Massentötungen der knapp 12.000 mit dem Antibiotikum Chloramphenicol belasteten Mastschweine in verschiedenen bayerischen Landkreisen begonnen. Da diese rein wirtschaftlich motivierte Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt, wird unter anderem der verantwortliche Staatsminister Dr. Marcel Huber mit einer Strafanzeige rechnen müssen.

„Anders als bei Tierseuchen fehlt es hier ähnlich wie im Fall der Dioxinbelastungen aus dem Jahr 2011 an einer rechtlichen Grundlage für die schnelle Tötung der Tiere“, erklärt der Vorsitzende von Animal Rights Watch, Jürgen Foß. „Diese Tiere sind weder krank oder leidend, noch geht von ihnen eine Ansteckungsgefahr aus. Und Gefahren für den Verbraucher sind bereits dadurch ausgeschlossen, dass die betroffenen Betriebe gesperrt werden, bis die Chloramphenicolbelastung abgebaut ist.“ Dass die Tötung der belasteten Schweine allein aus wirtschaftlichem Interesse erfolge, ist mehr als deutlich. In einer Stellungnahme des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit ist von einem drohenden finanziellem "Ruin der betreffenden Betriebe" die Rede, da diese Tiere und ihre Produkte nicht auf den Markt gebracht werden können. Der Logik folgend, dass diese Schweine zwecks schneller Entsorgung legal aus betriebswirtschaftlichen Gründen getötet werden dürfen, müsste es auch erlaubt sein alle anderen Tiere wie Hunde oder Katzen bei zu teurem Unterhalt, fehlendem Nutzen oder zu hoher Stückzahl zu töten (hier mehr Sachinformationen zum Thema).

„Die bloße Nichtvermarktbarkeit stellt aber keinen vernünftigen Grund zur Tötung von Wirbeltieren dar, wie er in § 17.1 des Tierschutzgesetzes gefordert wird“, betont Foß. Die Verantwortlichen von Kreis und Land handeln im Fall der nun begonnenen Tötungen der zirka 12.000 Schweine rechtswidrig, da sie nicht nur die illegalen Tötungen nicht untersagen, wie es als Tierschutzbehörde ihre Pflicht wäre, sondern sie sogar noch befürworten und unterstützen. Auch die für die Futterverunreinigung verantwortliche Molkerei Ehrmann, welche angekündigt hat für finanzielle Schäden aufzukommen, wird sich strafbar machen, wenn sie diese illegalen Tötungen finanziert. „Wir werden gegen die Verantwortlichen Strafanzeige erstatten, damit dieses Beispiel nicht Schule macht und auch anderswo bald massenhaft Tiere illegal getötet werden“, so die Ankündigung des Vereins.

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